IIIk8 Realität
Gar nicht so selten hört man davon, dass einige Probleme auf der Welt gelöst werden könnten, wenn wir uns dazu aufraffen könnten, unsere Wünsche ind die Realität umzusetzen. Manch einer meint, es könnte gut sein, wenn vernünftige Menschen oben herab manche Dinge bestimmen könnten: Beispielsweise: Ab jetzt kein Müll mehr in das Meer! Das klingt verlockend, aber das alles sind nach meiner Meinung nur Utopien. Oder es ist das Wunschdenken einiger, die auf diese Weise - sie sehen sich jetzt schon als "Mitglieder" dieser neu zu schaffenden Regierung - noch mehr Macht in die Hand bekämen. Oder von der anderen Seite gesehen: Da fühlen sich heute schon Menschen als Opfer einer allgewaltigen Macht, die es noch gar nicht gibt. Und die Verschwörungstheorien - die uns jetzt schon die Gemeinschaft vergiften - werden immer mehr. Also alles Quatsch. Natürlich ist das Quatsch. Aber wenn solche Gedanken immer wieder kommen, dann spricht das doch dafür, dass sich viele Menschen sich eine Instanz mit Kompetenz wünschen.
Vielleicht geht das anders. Fangen wir doch erst einmal bei uns an. In den Kommunen, da könnten wir doch alle mitbestimmen. Also wirklich Problemlösungen angehen und nicht nur meckern. Oder im Betrieb. Und manchmal gibt es schon in der Familie Probleme, die man gesprächsweise angehen sollte - statt einfach auseinanderzurennen. Wenn wir das machen und wenn das etwas bringt, dann könnten einige - so will es die Demokratie - Handlungsbedarf auch in größeren Gemeinschaften aufzeigen und dazu auch gleich Vorschläge zur Verbesserung machen.
Nun, wir sind mittendrin in diesem Prozess, das wissen wir aus der Erfahrung. Vielleicht ist die Gesamtentwicklung gar nicht so schlecht. Und auch die UNO ist besser als ihr Ruf. Schließlich muss man sich in derartigen Gremien nach dem Willen der Gemeinschaft richten. Und das ist ja so gewollt. Dass es da "Schwarze Schafe" gibt, die für sich selbst nur Vorteile suchen, das ist nicht anders zu erwarten. Da bräuchten wir vielleicht mehr Geduld. Andererseits aber drängt die Zeit, beispielsweise, was das Klima betrifft.
Und es gibt Gott sei Dank genügend Mahner und Aufpasser, die lieber ihr Leben verlieren oder ins Gefängnis wandern, als sich zu Komplizen der Mächtigen zu machen. Danke, denn Ihr seid es, die auf unserer Seite stehen. Egal in welchem Land. In diesem großen "Welttheater" sollten wir unseren Platz finden, so wie das vor uns schon so viele gemacht haben. Einen Platz, den wir mit dem in Einklang bringen müssen, was uns unser Gewissen sagt. Bei uns Durchschnittsmenschen meist mit mehr oder weniger Erfolg. Was wir erreichen oder nicht, darüber urteilen andere. Vielleicht hat Derjenige, Der die Welt geschaffen hat, auch gewollt, dass wir in der Unruhe leben. Und immer wieder neu anfangen sollen und dürfen. Es geht vielleicht darum, dass wir lernen, mit dem umzugehen, was wir auf dieser Welt vorfinden, um diese Welt und uns selbst besser zu machen. Diese Aufforderung lese ich auch aus den modernen Gedichten, die so schwer zu verstehen sind. An schneller und unüberlegten Lösungen – wie sie gelegentlich von Politikern gepriesen werden – sind wir nicht interessiert. Gut wäre es, zunächst einmal die Demokratie Schritt für Schritt auszubauen, zu sichern und zu festigen. Mehr ist gar nicht verlangt.