I 20me* FRIEDEN

I 20me* FRIEDEN

Der gleichnamige Artikel im eBook ist um einige Abschnitte erweitert worden.

 

"Friedensenergien" nennt die Expertin Madeleine Wörner

Energieformen, die für den Wandel in der Gesellschaft eine große Bedeutung haben.

Ganz besonders für Entwicklungsländer. Mehr dazu im eBook.

 

 

Bei dieser Überschrift denkt man natürlich sofort an die seelischen Kräfte, die uns antreiben, den Frieden zu suchen. Das ist auch wirklich so, dass zuerst einmal die Kräfte freigesetzt werden müssen, die uns helfen, die Richtung zu finden. Allerdings hat das Wort "FRIEDENSENERGIE" schon längst eine neue Bedeutung gewonnen. Lassen Sie sich von den nächsten Kapiteln überraschen.

 

Menschen bewegen sich, treffen sich, sprechen miteinander. Um was geht es? Jeder interessiert sich für etwas anderes. Aber für alle geht es ums Leben. Und dieses Leben wird in Zukunft nur noch möglich sein, wenn es ein Leben für alle gibt. Es ist zu wenig, nur an sich selbst zu denken. Auch Wir Verbraucher sind als WELTBUERGER eine wichtige Gruppe mit immensen Möglichkeiten. Die sollten wir nützen, um dem ZIEL FRIEDEN näherzukommen.

Das Netzwerk ist manchmal unsichtbar. Aber es ist da.
Beziehungsgeflecht? Vielleicht über ein gemeinsames Anliegen. Vielleicht wollen alle Frieden. Dann ist auch das ein Netzwerk.

Das vorhergehende Kapitel über Wirtschaftspolitik hinterlässt eine gewisses Gefühl der Ohnmacht, obwohl schon Andeutungen gemacht wurden, wie man sich zur Wehr setzen könnte. Wenn wir nun die Ärmsten dieser Welt in den Blick nehmen, spüren wir sehr deutlich, dass man für diese Ausgebeuteten nicht viel tun kann. Setzen wir einmal voraus, dass Sie zu den Menschen gehören, die regelmäßig für Menschen in ärmeren Ländern Geld spenden. Das ist schon viel. Aber darüberhinaus kommt man nicht weg von dem Gedanken, dass ja doch alles irgendwie „nichts bringt“, weil die Kräfte zu stark sind, die unserem guten Willen entgegenstehen. Die Ödnis, in der sich die Ärmsten der Welt aufhalten, kann man nicht so einfach in einen Garten verwandeln.
 
Wenn wir nun ganz objektiv überlegen, was es da für Möglichkeiten gibt, dann sind mehrere völlig voneinander verschiedene Punkte zu beachten. Als erstes ist anzumerken, dass Neoliberalismus fast für die gesamte Weltwirtschaft Handlungsnorm ist. Und da ist kein Platz für Arme. 

 

Gern möchten wir all dem entfliehen, was nur dem Reichtum einer kleinen Schicht nützt.  Aber diejenigen, die ihren Verdienst dem Verkauf ihrer Arbeitskraft zu verdanken haben, müssen dort einkaufen, wo für die Großen dieser Welt noch einmal etwas abfällt. Die freie Marktwirtschaft kennt nur die Ausbeutung. Mit ganz wenigen Ausnahmen wird auf das Wohl der Menschen oder der Natur wenig geachtet.

 

Ein Mann verkauft nachhaltig geschaffene Güter
Ein Mensch im Netzwerk der guten Beziehungen

 

Vielleicht ist das der Grund, warum sich Menschen auf die Advents- und andere Märkte drängen, wo Handgefertigtes angeboten wird, wo wir noch etwas finden, was in der Verkaufsmaschinerie kaum noch zu finden ist: Ein wenig Geplauder und immer wieder liebevoll gearbeitete Produkte. Kleiner Tipp, die kleinen unbekannten Märkte bieten mehr als die größeren, die schon wieder dem Kommerz dienen. Doch eine wirkliche Alternative kann das nicht sein. Vielleicht ein Hofladen? Ein Metzger, der noch selbst produziert? Ein kleiner Blumenladen? Viel Möglichkeiten gibt es allerdings nicht.

Was sollten wir tun? Als Verbraucher

 

Im Prinzip wäre es einfach: Verbraucher aller Länder vereinigt euch!

 

Wir erinnern uns auch, dass Wirtschaftsminister Erhard in der noch jungen Bundesrepublik Deutschlands versucht hat, die Weichen in Richtung soziale Marktwirtschaft zu stellen. Er ist der Vater des Wirtschaftswunders. Er hat um die Problematik des Reichtums gewusst und ernsthaft gemahnt: „Maßhalten“. Seine Warnung ist nicht angekommen. Die Entwicklung ist in Richtung ungebremste Marktwirtschaft gegangen. Die Ausrichtung auf das Allgemeinwohl scheint verfehlt zu sein. Der Vater des Aufschwungs hatte seinerzeit nicht nur an eine gut verdienende Oberschicht, sondern an Verbesserung der Lebensbedingungen für alle gedacht. Also: Was ist zu tun?

 

Es ist anders gekommen. Die „Wachstumsspirale“ als beinahe selbstständiger Prozess und der von wenigen Super-Reichen geübte Neokapitalismus befördern sich gegenseitig. Es ist deshalb sehr schwierig, die „Megamaschine“ - wie sie Scheidler bezeichnet - daran zu hindern, immer noch schneller zu werden. Vielfach wird über Verrohung der Menschen gesprochen. Das lässt sich sehr gut im Straßenverkehr beobachten. Dazu ist anzumerken, dass die meisten beruflichen Lastwagenführer einem gewaltigen Zeitdruck ausgesetzt sind.

 

Wir Fahrer von PKWs haben den Druck ebenfalls im Beruf erfahren und viele der Älteren spüren ihn immer noch. So gesehen ist die beschriebene „Verrohung“ nicht ein Phänomen, das mit einem schlechter werdenden Charakter von uns Zeitgenossen zusammenhängt. Es ist das Ergebnis des Leistungsdrucks, dem die Kraftfahrer - wie alle Menschen in diesem Gesellschaftssystem - unterworfen sind. In diesem Zusammenhang muss man erwähnen, dass bestimmte Großunternehmer die Märkte an sich reißen und ihre Angestellten rücksichtslos ausbeuten. Bei diesem teuflischen Spiel werden die kleineren Unternehmer „an die Wand gedrückt", da sie mit den Konditionen der „Großen“ nicht mithalten können. Der Unterschied zwischen Reich und Arm wird immer größer. Wie Herr Maier-Mannhart in einem Artikel über das Grundgesetz schreibt, muss man davon ausgehen, dass die Väter dieses Gesetzeswerkes vor über 70 Jahren davon ausgegangen sind, dass nicht die „freie“ sondern die soziale Marktwirtschaft ein Ziel sei, dass verfassungskonform und vernünftig ist.

 

Da ist vorrangig einmal jener berühmte Artikel 14 zu nennen, der im ersten Satz das Eigentum und das Erbrecht garantiert, um den es bis zum heutigen Tag viele Diskussionen gibt. Denn im zweiten Satz steht zu lesen, dass Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll. In der Zusammenschau beider Gebote lässt sich mit Fug und Recht feststellen, dass diese sozusagen das Grundkonzept der sozialen Marktwirtschaft formulieren.

 

Wir Verbraucher tun das übrige. Da soll es Leute geben, die in einem Modegeschäft eine eingehende Beratung „genießen“, schließlich auch eine Entscheidung treffen, dann aber das Geschäft verlassen und das ausgewählte Modell über das Internet bei einem Handelsgiganten bestellen. Wie soll das der Einzelhandel verkraften? Diese Geschäfte werden schließen, weil sie nicht mehr kostendeckend arbeiten können. Das ist die Folge unseres Geizes. Es ist sehr schwer, sich dem Moloch Wirtschaft zu widersetzen. Im Grunde genommen geht es darum, vor allem jungen Menschen die Bildung beizubringen, die sie brauchen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Es geht aber auch darum, der Jugend Maßstäbe zu vermitteln, die sich nicht an den Klischees der Unterhaltungsindustrie - auch das ist eine gewaltige Macht - orientieren. Vor allem ist Mitdenken einzuüben. Überbordende Lehrpläne an unseren Schulen vermitteln Einzelwissen, das eher verwirrt als unbedingt hilfreich ist. Verantwortungsvolle Lehrer regen zu selbstständigem Denken und Beurteilen an. Dem mündigen Menschen ist es verhasst, Rädchen in einer Maschinerie zu sein, von der er nicht einmal weiß, wohin der Mechanismus die Menschheit führt. Jungen Menschen wird heutzutage vermittelt, dass es gut sei, überdurchschnittlich zu verdienen, denn nur dann kann er später die Wirtschaft auch „bedienen“.

 

Dass reichlicher Konsum gut sei, das wird primär überhaupt nicht in Frage gestellt, ja es wird uns suggeriert, dass es wichtig sei, dass immer wieder neue Konsumgüter in Umlauf kommen, das sei angeblich notwendig, weil sonst die Wirtschaft stagniere. Und das fürchtet man, weil es dann vorbei ist mit den fetten Gewinnen. Dass es aber in Wirklichkeit für jeden Bürger nur darum geht, genügend zu verdienen, um für den Lebensunterhalt sorgen zu können, das hört man heutztage kaum noch. Sich einen Beruf nach der eigenen Neigung zu suchen, das sollte an erster Stelle stehen. Erst dann stellt sich die Frage nach dem zu erwartenden Verdienst. Grundlage vieler Filme der Unterhaltungsindustrie ist die Idee, auf irgendeine Weise zu (noch mehr) Geld zu kommen. Man will uns weismachen, dass man mit Geld alles kaufen kann.

 

Dass man für das Wohl der Mitmenschen verantwortlich ist, weil das nämlich mit dem eigenen Wohl zusammenhängt, das hört man auch nur selten, dabei sollte man genau das jungen Menschen immer wieder deutlich machen. Doch diese früher gepriesene „Redlichkeit“ im Leben widerspricht dem Streben der Konzerne nach immer mehr Umsatzsteigerung und Gewinn. Deshalb werden wir über die allgegenwärtige Reklame permanent zugemüllt mit „Schnäppchen“ und Sonderangeboten. 

 

                     Das Problem unserer Zeit ist tatsächlich das gewaltige Angebot.

 

Jeder kann - wenn er nur entsprechend zahlt! - überall hinreisen. Ähnliches gilt beim Hausbau, bei der Einrichtung und bei der Bekleidung. Was im Einzelnen mit einem günstigen Preis lockt, summiert sich bei unseren (von den Großkonzernen geweckten) Ansprüchen in den verschiedensten Bereichen. Dabei hat die Industrie, die uns die Freizeit vergnüglicher machen soll, absolute Hochkonjunktur.

 

In dieses Bild passt es gut, wenn Hausfrauen die Herausforderung zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess gern annehmen. Für die Emanzipation der Frau ist es kein Hindernis, dass Frauen grundsätzlich schlechter bezahlt werden als Männer. Andererseits lässt sich dieser Trend durchaus verstehen, weil Ehefrauen zu Hause meistens eben noch schlechter „gestellt“ sind. Abwertend spricht man vom „Heimchen am Herd“, das (Neutrum!) für Kinder, Küche und Kirche zuständig ist. Wenn das kein Negativ-Image ist! Um dieser Rolle auszukommen macht es gar nichts, dass der Mehrverdienst mit erheblichen Nebenkosten wie Steuer und Krankenversicherung verbunden ist, dass evtl. ein zweites Auto angeschafft werden muss und dass die Kinder sehr bald in die Kinderkrippe gebracht werden. Die sagen dann zu ihrer Betreuerin „Mama“.

 

Jeder Mensch sollte immer versuchen, sich auf den Wert seiner Person zu besinnen
Eine Frau definiert sich immer als Person, niemals als "Modell"

Bitte fassen Sie dieses Foto nicht auf als einen Seitenhieb gegen Designer-Klamotten. Mir hat dieses Schaufenster mit der gesichtslosen Figur gefallen. Ich möchte einfach nur die trockene Materie etwas auflockern. Der große Profit in der Textilbranche wird eher mit billig hergestellter Ramschware gemacht, die meistens nach kurzer Zeit den Müllberg vergrößert. Sie können das Foto aber als Argument gegen verbreitetes „Machodenken“ sehen: Eine Frau ist immer mehr als eine Modepuppe.

 

Nun, ich will diese nicht wirkliche „Emanzipation“ der Frauen nicht vollends verteufeln. Schließlich ist es verständlich, wenn Frauen wieder zurück in die Gesellschaft wollen, wo sie Anerkennung finden. Allerdings ist die Annahme einer Lohnarbeit keine wirkliche „Befreiung“, sondern lediglich die Flucht aus der finanziellen Abhängigkeit vom Ehemann.

 

Das Thema ließe sich endlos diskutieren, weil es sehr mit Emotionen belastet ist - und weil es sich im Einzelfall für jede Frau anders darstellt. Es gibt deshalb auch keine allgemeingültige Lösung.

Nun, ich will diese nicht wirkliche „Emanzipation“ der Frauen nicht vollends verteufeln. Schließlich ist es verständlich, wenn Frauen wieder zurück in die Gesellschaft wollen, wo sie Anerkennung finden. Allerdings ist die Annahme einer Lohnarbeit keine wirkliche „Befreiung“ sondern lediglich die Flucht aus der finanziellen Abhängigkeit vom Ehemann. Das Thema ließe sich endlos diskutieren, weil es sehr mit Emotionen belastet ist - und weil es sich im Einzelfall für jede Frau anders darstellt. Es gibt deshalb auch keine allgemeingültige Lösung.

 

Auf jeden Fall man kann getrost sagen, dass es sich bei dieser Entwicklung, die von der Mutter-Rolle weggeht, um etwas handelt, was nichts mit Entschleunigung und innerem „Stillewerden“ zu tun hat.

 

Dass so etwas vielleicht gut sein könnte, daran denkt man heutzutage zu wenig - vor allem nicht, wenn man irgendwie in dieses Gesellschaftssystem mit dem Ziel unaufhörlicher Wachstumsraten eingebunden ist. Aber diese Entwicklung gehört hinterfragt.

 

Aber auch diese Thematik „Problematik der modernen Frau“ ist nur ein Teilgebiet im Bereich der „Maschine“, die wir täglich bedienen. Ich sollte noch hinzufügen, dass ich vielen Frauen zutraue, in der Öffentlichkeit wichtige Rollen einzunehmen. Aber als Frauen und nicht als schlecht bezahltes „Rädchen“ in der Wirtschaft. Im Übrigen gibt es nichts Wichtigeres in unserer Menschengemeinschaft als Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen oder ähnliche Berufe. Dass Frauen als Bürgermeisterinnen und Abgeordnete oder Lehrerinnen hervorragendes leisten, gehört auch gesagt. Und - wenn es auch immer wieder Nörgler gibt - unsere Kanzlerin hat ganz wichtige und gute Entscheidungen getroffen. Nicht obwohl sie Frau ist, sondern eher, weil sie Frau ist. Ganz pragmatisch - die Gegner sagen: prinzipienlos - hat sie Deutschland und nicht nur unsere Bürger geschützt. Danke. Auch wenn die Zusammenhänge in der Wirtschaft oder das Bankenwesen schwer durchschaubar sind, der mündige Bürger sollte über das alles Bescheid wissen. Denn nur dann können bei ansonsten freien Wahlen auch sinnvolle Entscheidungen getroffen werden. Es muss unbedingt deutlich gesagt werden, dass unser Wohlstand in den Industrienationen zu Lasten der Armen in der Welt geht. Wenn alles Unrecht in der Welt an den Pranger gestellt wird, werden sich auch Menschen finden, die sich dem Unrecht entgegenstellen. Und vor allem werden wir bewusster einkaufen, denn das ist die wirkliche Macht des Einzelnen. Er kann immer noch entscheiden, wem er was abkauft.

 

Natürlich gehört an dieser Stelle auch genauestens erklärt, wie wir sinnvoll mit der Ressource Energie umgehen sollten. Was für Lebensmittel wir kaufen. Was es bedeutet, regional einzukaufen. Was es bringt, in einem Weltladen zu „shoppen“. Hier richtig zu entscheiden - Das ist die Macht des Verbrauchers. Doch man muss sehr viel wissen, wenn man die Tricks der Hersteller von Industrie-Artikeln verstehen will. Wenn Sie wissen wollen, was ich meine, dann schauen Sie einfach mal auf irgendeine Verpackung. Am besten auf eine von einem Lebensmittel. Sie müssen sich entweder als Fachmann mit der Materie auskennen oder über ein überdurchschnittliches Allgemeinwissen verfügen, wenn Sie die Angaben auf der Verpackung problemlos verstehen und spontan interpretieren können. Eines nur kann man ganz pauschal sagen: Die industriellen Nahrungsmittel sind nicht so gut wie natürliche: Zu viel Zucker, zu viel Fett. Menschen mit Übergewicht und Diabetes - das kann doch wohl nicht das Ziel sein. Unsere Ernährungsgewohnheiten, die uns so „schmackhaft“ gemacht werden, verderben uns die Gesundheit. Man muss immer beachten, dass alle Informationen, die wir von der Industrie bekommen, so gefiltert sind, dass es einleuchtend erscheint, das Produkt zu erwerben. Da geht es nur um Absatzmengen, alles, was über Ökologie, Nachhaltigkeit und Zuträglichkeit im Gesundheitlichen gesagt wird, sollte von uns Verbrauchern genauestens hinterfragt werden. Wenn Sie noch einen Beleg dafür wollen, wie sehr die Industrie ihre vermeintlichen Rechte verteidigt, dann erinnere ich Sie daran, wie lange schon dafür gekämpft wird, dass die Reklameplakate für Zigaretten aus unserem Straßenbild verschwinden. Das geht schon Jahre. Und in Wirklichkeit geht gar nichts für die Volksgesundheit.

 

Den Verfechtern der "freien Marktwirtschaft" - die also in der Wirtschaft für das "Recht der Stärkeren" stehen - seien an dieser Stelle daran erinnert, dass die großen Industriekonzerne gar keine so wichtige Rolle spielen, wenn es um die Bedeutung für die Gesellschaft geht, beispielsweise um die Schaffung von Arbeitsplätzen:

 

Die größten 500 Familienunternehmen bauten zwischen 2007 und 2016 die Beschäftigung in Deutschland um 23 Prozent auf 2,54 Millionen aus. Die 27 börsennotierten Dax-Unternehmen, die keine Familienunternehmen sind, konnten die Beschäftigung hingegen nur um 4 Prozent auf 1,55 Millionen steigern... Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie, die an diesem Tag veröffentlicht wurde.

 

Manchmal ist es so weit, dass man in den Tageszeitungen in den Leitartikeln zu lesen bekommt, was gesagt gehört. Ich meine, wenn das Fass zum Überlaufen kommt, dann treten Leute auf den Plan, die deutlich sagen, wenn etwas auf dem Ruder läuft. Der Leitartikel von Bernhard Junginger vom 3.2.2020 im Straubinger Tagblatt beginnt mit folgender Feststellung: Der Lebensmittelgipfel, zu dem die Bundesregierung Vertreter von Supermarktketten und Discountern geladen hat, muss dazu führen, dass Landwirte künftig fairer für ihre Erzeugnisse bezahlt werden. Es geht um die Existenz vieler Bauernhöfe und weit mehr. Wenn Lebensmittel zur Ramschware verkommen, leiden auch Verbraucherschutz, Umwelt und Klima. 

 

Dieses Kapitel kann ich mit einem kleinen Lichtblick beenden. Am 30.4.19 war aus der Tagespresse zu erfahren, dass das "365-Euro-Ticket" zunächst einmal für Schüler und Azubis kommen soll. Die Verantwortlichen wissen, dass man vom Auto wegkommen muss und dass der ÖPV - das ist der öffentliche Personen-Nahverkehr - gefördert werden muss. Eine kleine Hoffnung auf sich entwickelnde Gemeinschaft!

 

Der frühere Präsident des bayerischen Landtags Alois Glück wendet sich immer mal an die Öffentlichkeit, wenn wichtige Dinge diskutiert werden. Im Februar 2109 wurde über das Volksbegehren gegen das Bienensterben abgestimmt. Bekanntlich haben sich mehr als die notwendige Anzahl von Bürgern für dieses Vorhaben ausgesprochen, das u. a. dem Insektensterben Einhalt gebieten soll. Nun ist es aber eben nicht ausreichend, sich dazu zu äußern, was die Politiker zu tun und zu lassen haben. Wenn wir die Absicht haben, das erklärte Ziel zu erreichen, dann müssen auch wir - als Einzelne - etwas tun. Ich lasse Sie einen Zeitungsauschnitt vom 19.2.19 lesen. Der Titel: „Lebenslügen der Verbraucher“:

 

Mit ihrer Suche nach immer günstigeren Lebensmitteln tragen Verbraucher nach Ansicht des früheren bayerischen Landtagspräsidenten Alois Glück (CSU) indirekt zum Insektensterben bei. „Wir müssen uns unseren Lebenslügen stellen“, sagte Glück in einem Zeitungsinterview [am 18.2.19].

 

Es sei unglaubwürdig, immer mehr biologischen Landbau zu fordern, zugleich aber keine regionalen oder Öko-Produkte zu kaufen, sondern nur das preisgünstigste Angebot zu bevorzugen... Es sei an der Zeit, Konsequenzen zu ziehen, um nicht weiter auf Kosten der Lebenschancen der jungen und folgenden Generationen wie der Lebenssituation von Menschen in anderen Regionen dieser Welt zu leben. „Wenn die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Grundanliegen Artenschutz ehrlich und gründlich geführt wird, kann uns der Impuls des Volksbegehrens Einsichten für Wege zu einer auch längerfristig tragfähigen Lebenskultur eröffnen.“ Leitbild müsse die Nachhaltigkeit sein.