V18 edv IT-NEUANFANG

V18 edv IT-NEUANFANG

Text minimal überarbeitet. Neue Fassung im eBook

 

Ich werde diese Erkenntnis umsetzen und versuchen, die von meinen Aktivitäten ausgehende Umwelt-Belastung durch Energieverbrauch reduzieren. Von twitter und facebook habe ich mich schon getrennt habe. Ich werde mich auf jeden Fall auch von anderen, von den coaching-Firmen empfohlenen Institutionen verabschieden. Das soll mein Beitrag zur Nachhaltigkeit sein. Schließlich werden sich dann irgendwann weder Google noch Bing meiner Angelegenheiten annehmen. Es gibt da Vorbilder, die solche Trennungen in anderen Bereichen schon vollzogen haben. In einer ganz anderen Größenordnung. Und nicht auf dem Energiesektor, sondern im Bereich "Macht".

 

Es wird auf jeden Fall eine Kopie meiner Website weiterhin vorhanden sein. Allerdings werden solche Kopien nicht einfach zu finden sein. Man kann sie auch schlecht als Download vorhalten. Mit "httrack" kann übrigens jeder Websiten archivieren. Auch solche, die ihm nicht gehören. Das geht problemlos. Problematisch ist hingegen die Weitergabe einer derartigen Kopie, weil es viele Voraussetzungen und einiges an Erfahrung braucht, um eine derartige Kopie auf einem anderen Comuter zu starten.

 

Ich habe da noch ein anderes nachhaltiges Projekt, das e-book. Das kann sich jeder Compter-Freak aus Word-Dateien selbst "zusammenbasteln". Mein E-Buch mit dem Titel "GOTT & WELT" kann man sich jetzt schon bei meinem e-Book-Manager [email protected] herunterladen. Das kann man dann auf einem statischen Medium, also auf einer DVD oder auf einer Festplatte, die sowieso schon eine Menge Daten enthält, archivieren. Das Charmante an einem E-Buch ist, dass man es auch mit  solchen Lesegeräten anschauen kann, die nicht auf energieverzehrende Festplatten angewiesen sind. Die brauchen gerade mal ein wenig Strom für das Display. Dieser Verbrauch dürfte kaum ins Gewicht fallen. Wir brauchen auch beim Lesen eines "aufwändig gedruckten" Buches zumindest in dunklen Räumen entsprechende Beleuchtung. Ich muss also - wenn ich ein solches Lesegerät habe, nicht einmal den PC anzuschalten. Und das allein ist schon ein Vorteil. Das Problem liegt eher darin, dass die Lesegeräte nur die Titel lesen können, die ein Unternehmen vorher - meist wohl gegen Bezahlung - bereitgestellt hat.

Und mein eBook stelle nur ich zur Verfügung. Kostenlos.

 

 

Mittlerweile sind wir so weit, das der Verbrauch von Energie infolge IT-Technik in schwindelnde Höhen gestiegen ist. Schuld daran sind die Computer, die uns als Server täglich bedienen. Irgendwer hat einmal ausgerechnet, dass eine einzige Suchanfrage bei Google oder auch bei anderen Anbietern etwa dem Stromverbrauch einer schwachen Glühbirne entspricht. Es hieß damals, dass so eine Suchanfrage etwa 25 Watt verbraucht. Die Computer müssen gekühlt werden und es ist kein Zufall, wenn in Skandinavien die Super-Computer in nicht mehr benötigte Fischverarbeitungshallen eingezogen sind. Da ist Platz, da ist es kühl. Die Wärme muss abgeführt werden. die Zum Vergleich, auch das menschliche Gehirn hat einen Energieverbrauch, der wohl von der Größenordnung her dem genannten Wert entspricht. 

 

Natürlich freuen sich die Energieerzeuger und die Menschen, die sich mit dem Bau und Verkauf von Computern befassen. Da wird Kohle gemacht - und möglicherweise wird auch noch für Jahrzehnte weiterhin Kohle verbrannt und Atomstrom aus dem Ausland importiert, um die notwendige Energie zu erzeugen. Allerdings müssen wir nicht lange überlegen, um zu verstehen, dass wir mit unserer "schönen Computerwelt" etwas aufbauen, dessen Nutzen keineswegs im Verhältnis zum Aufwand steht. Natürlich ist es bequem, Tag und Nacht zum "Shoppen" zu gehen. Es kommt uns ganz selbstverständlich vor, dass wir uns zu jeder Tageszeit im Netz umsehen können. Aber dass wir dabei vielleicht den Klimawandel verschlafen, das fällt uns nicht im Traum ein. Die sehr teure Energie, die wir in nutzlose oder gar schädliche Wärme verwandeln, die scheint uns nicht zu reuen. Mit dem Luxus des ständig Up-to-date-Seins machen wir im Endeffekt unsere Umwelt kaputt. Aber das scheint alles keine Rolle zu spielen. Schließlich halten wir die Wirtschaft am Laufen. Doch wem nützt der ganze Aufwand eigentlich? Wäre es nicht vernünftiger, wenn die großen Geldverdiener abends ihre Online-Läden schließen würden? Aber da käme es vielleicht zu Umsatzeinbußen. Große energiefressende Computer laufen im allgemeinen bei Providern, die kaum Interesse daran haben, ihre Dienste zeitweise zurückzufahren. Aber vielleicht könnten einige derartige Nachtabschaltungen gegen Preisnachlass durchführen. Das könnte letztlich ein Gewinn für beide Seiten sein. Gegenüber den Einzelhändlern ist dieses Rund-um-die-Uhr-Angebot sowieso nicht fair. Aber wen kümmert das schon, wenn es ums Geldverdienen geht? Doch genau das ist der Punkt, warum die freie Marktwirtschaft nicht vernünftig im Sinne des Allgemeinwohls sein kann. Letzten Endes laufen alle Überlegungen immer wieder darauf hinaus, dass eine soziale Marktwirtschaft, wie man sie ja eigentlich nach dem Krieg wollte, endlich eingeführt werden muss, wenn wir unser Leben nachhaltig und vernünftig führen wollen.

 

Es gibt genügend Menschen, die uns raten: Simplify your life. Aber im Überangebot ersticken alle Versuche, das Leben zu vereinfachen. Dabei brauchen wir doch das alles gar nicht, was produziert (und anschließend sofort wieder vernichtet) wird, weil die Lagerung von Erzeugnisse Geld kosten würde. Da kommt es billiger, die Erzeugnisse - wenn sie nicht innerhalb kurzer Zeit verkauft werden - wieder zu vernichten. Eine Panorama-Sendung im November 2021 zeigte, wie ein bekannter Hersteller von Sportschuhen neuwertiges Schuhwerk kurzerhand schreddern lässt. Nur um die Preise stabil zu halten. Das läuft meistens im Geheimen ab. Denn man will sich schließlich nicht in die Karten schauen lassen. Nach außen hin wird von Nachhaltigkeit geredet. Allerdings sind die "Wertevernichter" hinlänglich bekannt. Und irgendwann besinnt sich die Käuferschar doch. Wenn es dann nicht schon zu spät ist, weil die Rohstoffe dann endgültig verbraucht sind. Und unsere Kinder werden uns traurig fragen, warum wir das alles zugelassen haben. 

 

Auf jeden Fall sollte man endlich anfangen, den Energieverbrauch auch bei der IT-Technik zu senken. Konzepte dazu wird es genug geben. Die werden aber wohl erst dann aus den Schubladen hervorgekramt werden, wenn wir beim Limit angelangt sind. Heutzutage ist es so, dass viele Leute eine Website brauchen (oder einfach gern eine solche haben wollen). Das ist legitim - und wenn man nicht zu viele Wünsche hat - auch gar nicht kostspielig. Aber es ist zu bedenken, dass für die vielen Websites auf der ganzen Welt eine sehr große Anzahl leistungsfähiger Computer Tag und Nacht am Laufen gehalten werden müssen. Denn das geballte Wissen steht nicht wie in einem großen Buch "einfach so" zur Verfügung. Die Datensammlungen sind nicht statisch irgendwo archiviert, sondern als ein sich ständig änderndes "elektronisches Kunstgebilde" immer "in Betrieb". Energieverbrauch findet nicht etwa nur dann statt, wenn eine Anfrage erfolgt oder eine Aktualisierung notwendig ist.

 

Es liegt im System selbst, dass es dauernd "in Aktion" sein "will". Und das braucht Energie! Es ist deshalb wichtig, hier erst einmal zu klären, inwieweit man so ein prinzipiell sich selbst zerstörendes System tatsächlich immer "in Gang" halten muss. Sicher sollen die Polizei-Computer "Rund-um-die-Uhr" laufen. Auch die Überwachung wichtiger Einrichtungen erfordert einen Dauerbetrieb. Aber ob der Online-Handel den 24-Stunden-Betrieb tatsächlich braucht, das könnte man ja mal hinterfragen. Wenn es da reguläre Geschäftszeiten gäbe, dann würde ein großer Energieverbrauchsbrocken wegfallen. Die Energie-Verbrauchs-Zahlen, die man sich aus wissenschaftlichen Arbeiten beschaffen kann, lassen uns erschrecken. Wer könnte diese Entwicklung aufhalten? Man bräuchte die Computer nur in Nachtzeiten abschalten. Vor allem müssten Anreize geschaffen werden, damit sich die IT-Kunden dazu entschließen, eine solche Nacht-Abschaltung zu aktivieren.

 

Aber der Trend geht in eine ganz andere Richtung: Von vielen Betreibern, die von Haus aus über große Server verfügen, wird eine "Cloud" angeboten. Das hört sich gut an: Datenspeicherung außer Haus, wenn man es so nennen will. Die Sache hat allerdings einen Haken: Das Cloud-Angebot wird gern angenommen, der Datenschrott, von dem man meint, man solle ihn noch eine Zeitlang "aufheben", wird in die Cloud transferiert und genau ab diesem Zeitpunkt haben sich die Betreiber selbst die (theoretisch bis dahin noch mögliche) zeitweise Abschaltung der Server selbst verbaut. Diese (Nachtabschaltung) wird auch gar nicht favorisiert, weil es den Comutern angeblich gar nicht unbedingt guttut, wenn sie immer wieder abgeschaltet werden. Die technischen Abläufe funktionieren wohl am besten, wenn man nicht irgendwie eingreift.

 

Außerdem macht das Abschalten des Servers schon in kleineren Betrieben, beispielsweise in einer ganz normalen Arztpraxis, sehr viel Umstände, weil einerseits in der Nachtzeit die Sicherungen stattfinden und andererseits der Arzt vor Problemen steht, wenn in der Nacht ein Notfall behandelt werden soll. 

 

Was meinen persönlichen Einsatz beim Betreiben meiner Website betrifft, so hätte ich nichts dagegen, wenn meine Website in der Nacht zur Ruhe käme. Doch diese Frage stellt sich nicht einmal, ich weiß keinen Provider, der eine solche Nachtabschaltung anbieten würde. Und der Stromverbrauch für meine Website interessiert keinen Menschen. Soll ich ganz vom Netz weggehen? Beim derzeitigen "Stand der Technik" würde das für mich bedeuten, auf die Website zu verzichten. Über diese Option sprechen ich noch ausführlich.

 

Etwas ganz anderes ist das beim E-Buch. Das kann sich der User auf den Rechner laden und bei Bedarf starten. Aber - wenigstens zum Herunterladen müsste die Website "im Netz" verfügbar sein. Oder? Auch darüber lässt sich einiges sagen. Das sind so die Gedankenspiele eines Laien, der irgendwo die Welt nicht mehr versteht. Wie soll man da einen guten Weg in die Zukunft finden? Dass der Energieverbrauch gebremst werden muss, darüber gibt es keinen Zweifel. Im Übrigen wird derzeit gerade darüber diskutiert, wie man endlich das Schulwesen digitalisiert. Das ist sicher auch wichtig und richtig. Aber dass damit der Energieverbrauch wieder einen Schub bekommt, davon redet niemand. Zumindest mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien wird es wohl so werden.  

 

Übrigens: Die Wissenschaft weiß, warum die bekannten Ureinwohner in einem Teil von Lateinamerika ausgestorben sind. Vielleicht lassen wir uns das mal wieder erklären, dass die damals ihre Umwelt zerstört haben. Dann verstehen wir vielleicht besser, was viele Menschen heute so umtreibt. Und es sind kluge und vernünftige Köpfe, die uns sagen, dass wir dabei sind, uns in eine Sackgasse verrennen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann verbauen wir unseren Nachkommen die Zukunft.