Meine erste größere Reise ging nach Norwegen. In das wunderbare  Land der vielen Fjorde.

Mit zwei Freunden, einem VW-Käfer und jeder Menge Proviant.

Flößerei - heute Vergangenheit
In Norwegen hat es in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts noch Flößerei gegeben.
Fjord
Abend am Fjord

Die Schönheit der wilden Berglandschaft konnte ich bei einer größeren Tour erleben.

Blick über einen Fjord in Norwegen
Wolken sieht man sehr oft in diesem Land
Norwegen
Hier schaue ich auf einen der wunderschönen Fjorde

Hier sieht man ein paar junge Menschen, mit denen ich damals unterwegs war.

 

Aufstieg
Der Aufstieg
Eine einmalige und unvergessliche Tour.
Inzwischen waren wir fast am Ziel.

Eindrucksvoll waren diese Erlebniss.
Für viele von uns ist der Blick in einen Gletscher etwas Besonderes.
Auch so ein Spaß gehört dazu
Bei diesem Bild von mir haben meine Freunde gemogelt.

Ich habe sehr viel gesehen und erlebt auf dieser Tour, die sich niemals wiederholen ließ.
Das Bild ist von einer einzigartigen Hochtour, an der ich teilnehmen durfte.

Sie dürfen es mir glauben, der Himmel über uns war manchmal wirklich fast schwarz, wie auf den Fotos.

In Wiesenfelden, dem Dorf in Niederbayern mit den vielen Weihern,

war ich von 1973 bis 2005 Arzt. Das war sehr schön.

Aber so reich an Arbeit, dass man so etwas nur auf sich nimmt, wenn man es auch wirklich will.

Einmal waren wir tatsächlich drei Tage lang eingeschneit.

 

Mein Wünschen war in Erfüllung gegangen: Es war schön, etwas Sinnvolles zu tun.

Und wenn man davon auch noch gut leben kann, ist das nicht schlecht.

Ist das nicht Erfüllung des Lebenstraums schlechthin?

 

Ein altes Foto von Wiesenfelden
Man erkennt es an den Autos und an den Farben: Das Bild habe ich wahrscheinlich in den 80er Jahren gemacht.
Die Kirche von Wiesenfelden im ersten Licht
Das gleiche Motiv gut 30 Jahre später im ersten Morgenlicht

Ich meine, dass wir die Pflicht haben, uns ohne Unterlass für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Auch sollten wir gemeinsam gegen die sich ständig beschleunigende Wachstumsspirale angehen, die den ganzen Planeten in den Abgrund treiben will. Aber vielleicht wird man in und nach der Corona-Krise 2020 auch bei den "Machern" endlich umdenken und sich daran erinnern, dass man vom Geld nicht runterbeißen kann.

 

Manfred Krätzschmar hat den Shop "Foto-Alben von Manfred" gestaltet.
Manfred Krätzschmar

Als angehender Doktor habe ich Gisela geheiratet. Vier Kinder wurden uns geschenkt.

Die Geburt eines jeden Kindes war für mich immer wieder ein ganz großes Erlebnis.

 

Ich bin froh, dass ich in meiner Jugend viel habe erleben können. Das änderte sich nämlich im Berufsleben.

 

Im Laufe der Jahre kam ich immer mehr dazu, auf Gott zu vertrauen. Hier habe ich Fotos von Menschen, die das ebenfalls gemacht haben und dabei recht gut gefahren sind. Links der liebenswerte Bischof Manfred und daneben der mutige Papst Johannes Paul II.

 

Manfred, früherer Bischof in Regensburg
Früherer gütiger Vater im Bistum Regensburg, Bischof Manfred
Papst Johannes Paul II
Auch inzwischen verstorbener lieber Vater der Christenheit

Und auf diesem Foto unten zeige ich Ihnen den Mann, auf den ich große Hoffnungen setze,

weil er bis jetzt schon viel Großes erreicht hat:

Papst Franziskus hat die Wurzel des Christentums in den Vordergrund gestellt: Jesus Christus. Das ist seine eigentliche Reform.
Papst Franziskus hat Jesus Christus den Platz eingeräumt, der Ihm zusteht: Oberste Priorität

Ich möchte nun darüber berichten, wie ich die „Welt“ um mich herum erlebte, nachdem ich nach meinem Arbeitsleben als "Versorgungsempfänger" genügend Zeit habe, mein Dasein zu überblicken. Allerdings hat mich die Erinnerung an die Vergangenheit immer wieder davon abgehalten. Evangelisch getauft und liebevoll von allen Vertretern dieser Konfession behandelt, wusste ich kaum etwas von den Katholiken, die hatten bei uns in der Schulzeit nur eine kleine Minderheit gebildet und deren Kirche kannte ich nur von außen. Das war alles geheimnisvoll. Ich hatte einen Freund, den ich gern mochte, von dem hörte ich später, dass er durch sein „unangepasstes“ Verhalten in der DDR schließlich seinen Studienplatz verloren hat. Als ich später nach dem Kennenlernen meiner Frau Gisela erfuhr, was in der katholischen alles anders war, wunderte ich mich schon, dass es außer uns "Evangelen" eine so große Menge an Leuten gab, die dieser Kirche angehörten. Dann sprachen wir über die Problematik einer Ehe zwischen Leuten verschiedener Konfessionen und – weil ich dachte, ich könne es mir leisten, als toleranter Weltbürger aufzutreten – da heirateten wir katholisch. Und als mein Chef im Krankenhaus einmal zu mir sagte, ich würde sowieso katholisch werden, da dachte ich, na der traut sich aber. Er hatte recht, mich überzeugte die Klarheit und Sicherheit, die diese Kirche seinerzeit zwischen 1960 und 1970 noch ausstrahlte.

 

Nun hatte ich tatsächlich ein neues Weltbild. Ein Weltbild, in dessen Mitte der Gott stand, der regelmäßig im Gottesdienst in Brotgestalt zu uns Menschen kommt. Das war durchaus ein Novum für mich, denn im Religionsunterricht hatten wir seinerzeit in der DDR mit dem Pastor, den ich sehr schätzte, über diese Vorstellung noch lauthals gelacht. Mein Interesse war wach geworden und über eine evangelische Organisation zum Lebensschutz kam ich schließlich nach Rom zu Papst Johannes Paul II., der diese Organisation zu sich eingeladen hatte, richtiger müsste man wohl sagen, die Organisation hatte sich bei ihm eingeladen. Das war eine sehr interessante Begegnung. Ja, irgendwie sind wir dann wohl öfter in Rom gewesen, denn diese Stadt war schon während meines Studiums Ziel meiner Reisen (per Anhalter) gewesen. Einmal – als wir den abgesperrten Petersplatz mit dem Auto umrundeten – verfuhr ich mich, so dass ich plötzlich mit dem Auto im inneren Teil des abgesperrten Bereiches war und dann haben wir den Papst umrundet, der eine Audienz im Freien hielt. Das war der Moment, wo ich spüren konnte, der Mann dort, das ist genau so ein Mensch wie du und ich und keiner in höheren Regionen. Das brachte ihn mir sehr nahe. Was mir die Kirche wirklich bedeutet, das habe ich anderen Kapiteln festgehalten. Etwas später kam etwas dazu, was mich sehr erschreckte, es war für mich zunächst einmal gar nicht glaubhaft, wie sehr kirchliche Würdenträger in Missbrauch und Missbrauchsvertuschung verwickelt waren. Auch darüber berichte ich an anderer Stelle.

 

Die im Frühjahr 2021 immer deutlicher sichtbare Problematik war für mich die Tatsache, dass die Kirche eine Verlautbarung herausgebracht hatte, dass es verboten sei, Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtiger Partner zu segnen. Man muss doch schließlich jeden Menschen segnen dürfen! Mein entstandenes Vertrauen in Franziskus Fähigkeit, die Kirche umzuwandeln, war nun doch ein wenig eingeschränkt. Kurz vor Ostern allerdings sah ich mir eine Talkshow an, bei der auch der mir schon aus vielen Büchern bekannte Vatikankenner Andreas Englisch teilnahm. Der sagte dazu, dass er sich das nur so erklären könne, dass Papst Franziskus das Dokument deshalb unterschrieben habe, um nicht den begonnenen Dialog mit dem Islam zu gefährden. Also die Wahl des kleineren Übels. Nun, richtig überzeugend war das erst einmal nicht. Dann kam Ostern und die Übertragung des Ostergottesdienstes aus Rom. War wie immer sehr eindrucksvoll und der Papst ist schließlich auf die Kriege eingegangen, die den Menschen im Nahen Osten so viel Leid bringen. In Zusammenhang mit der Übertragung der Feierlichkeiten brachte das Fernsehen einen kleinen Beitrag über die Reise von Franziskus in den Irak. Ich muss gestehen, dass mich das sehr erschütterte, wie viel Not man dort sah. Und dann kam mir wie ein Blitz der auf den ersten Blick befremdliche Gedanke, der Papst hat diese Kröte der Konservativen geschluckt, um Wichtigeres nicht zu gefährden. Ich begriff das, was Herr Englisch gesagt hat: Bei allem Respekt für die Menschen, die in ihrer sexuellen Ausrichtung "anders" denken als die meisten – es handelt sich nicht um etwas, das global gesehen keine so lebenswichtige Bedeutung hat wie einerseits die Bekämpfung der großen Not in der Welt und andererseits eben auch nicht die Bedeutung hat wie die Einheit der Gläubigen der verschiedenen Religionen. Die Zerrissenheit der gläubigen Menschen in solche und solche ist eine Not, die leider davon geprägt ist, dass sich die Angehörigen der verschiedenen Religionen einfach nicht verstehen und keiner die Wahrheit der "Anderen" sehen kann. Und dann sind da natürlich auch noch die Unterschiede im Materiellen.

 

Neben der Selbsthilfe zum Überleben brauchen wir mehr als nur gute Worte für die Menschen in materieller und seelischer Not. Es ist anscheinend wichtig, dort wo die bittere Not regiert, gemeinsam mit den Angehörigen einer anderen Religion für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. Ja, bei allem Ernst: Die Akzeptanz für Andersdenkende - also beispielsweise für Homosexuelle - ist zwar gut und wichtig für den Synodalen Weg, für unser Denken hier im Land – aber wenn eine solche Solidaritätserklärung eine Solidarität mit den Ärmsten und Unterdrückten gefährden würde, dann hat der Papst tatsächlich richtig gehandelt – und sich zwar den Unmut tausender braver Katholiken in Deutschland zugezogen, aber für den Weltfrieden wahrscheinlich etwas Gutes getan. Das sage ich in der Hoffnung, dass man beim Synodalen Weg nicht nachlassen wird, auch weiterhin für die Segnung auch der Nicht-Konformen einzutreten.

 

Nun ähnlich ist es wohl auch zu verstehen, dass das, was an Unrecht von der Kirche (hier denke ich das Übel des Missbrauchs) angerichtet worden ist, nicht von oben herab in allen Einzelheiten geregelt wird. Vielleicht denkt Franziskus, dass wir – die Bischöfe und die Gläubigen – das selbst irgendwie auf die Reihe bringen und die Schuldigen nach geltendem Recht vor die Richter bringen. Hilfe bringen für die Vielem vom Krieg Gebeutelten und Verhungernden – das könnte wichtiger sein, als sich in alledem zu verzetteln, was sowieso nur sehr schwer in Ordnung gebracht werden kann. Das Übel hört erst auf, wenn die Kleriker von ihrem Machtanspruch endlich Abschied nehmen. Das Übel muss an der Wurzel, an den Strukturen angepackt werden – ich verstehe es, wenn Papst Franziskus sich mehr um die Zukunft kümmert als um die Vergangenheit. Der Teufelskreis (Macht - Verbrechen - Machtausbau - mehr Verbrechen) muss durchbrochen werden.

 

Noch einmal ein Rückblick auf Papst Johannes Paul II. Der ist ja nun um die Ostertage herum gestorben. Nun war es so, dass ich mit meiner Frau - also kurz vor seinem Tod - am Palmsonntag in Rom war. Wir wollten unbedingt beim Angelus-Segen auf dem Petersplatz sein. Unsere Reiseleiterin, der wir diesen Wunsch aussprachen, meinte, dass da noch genügend Zeit sei. Als ich dann wieder einmal nachfragte, weil die Zeit drängte, erklärte sie, dass es jetzt schon zu spät sei. Also machten wir uns im Laufschritt auf den Weg. Und kamen noch rechtzeitig an. Ich erinnere mich an einen sehr kranken Mann, der sich für einige Momente an das Fenster seines Zimmers gestellt hatte und sich mit einem Palmzweig in der Hand den Menschen zeigte. Seine Worte waren nur wenige. Und doch war etwas da, es wollte mir so vorkommen, als schaute er an den vielen Menschen vorbei direkt auf uns, die wir seinen Segen für uns wünschten. Ich habe diesen Mann einfach sehr gern gehabt und bin froh, ihm vor seinem Sterben noch einmal begegnet zu sein.

 

Und nun: Ich spüre wie mit der Zunahme der körperlichen Hinfälligkeit etwas Anderes in mir heranwächst. Etwas, das mir gefällt und meinem Innern etwas wie Beschwingtheit vermittelt. Ich hoffe, das ist Jesus. Und ich habe überhaupt keine Sehnsucht nach den früheren Zeiten. Es ist okay, wie es ist. Es geht mir gut an dem Platz, wo ich stehe. Es ist doch ein großes Privileg, Gast auf diesem blauen Planeten zu sein. Langweilig wird es nicht. Es gibt sicherlich für mich noch genügend zu tun. Und warum habe ich diese Internetseite? Das ist das Buch des kleinen Mannes. Zum Drucken habe ich nicht genügend Kapital. Außerdem gibt es ja die Bildbände, da steht das Gleiche drin – allerdings zwischen den Zeilen.