VII 18ma WIR UND DIE MACHT

VII 18ma WIR UND DIE MACHT

Ein besonderes Phänomen in unserer aufgeklärten Gesellschaft,

allerdings nicht hier bei uns, sondern in einem anderen Land

 

Das Phänomen der Macht ist so allgegenwärtig, dass inmitten einer politisch gebildeten deutschen Bevölkerung - Dinge passierten, die einen nur noch den Kopf schütteln lassen. Das Schlimme ist, dass sich eine Reihe von Menschen, vielleicht zwei- oder dreihundert zunächst einmal ganz unauffällige Bürger, nach und nach in ein teuflisches System der Ausbeutung haben pressen ließen, aus dem es dann bald keinen Ausweg mehr gab. Zugegeben, ab einem bestimmten Zeitpunkt konnte sich das "System" schließlich nur noch in einem Land etablieren, das von seiner Entwicklung her mit Deutschland nicht zu vergleichen ist. Es dauert aber länger als eine Generation, bis man das "System", den Sumpf des Verbrechens "austrocknen" konnte.

 

Wie dem auch sei, was ich hier vorstelle, das ist ein Paradebeispiel für bösartiges Handeln. Man kann an den Geschehnissen in einer relativ kleinen Sekte studieren, was bei den wahrscheinlich noch schlimmeren politischen Systemen kaum noch zu überblicken ist und keine Chance hat, jemals an das Licht zu kommen. Ich stelle Ihnen hier vor, was man heute gar nicht mehr begreifen kann.

 

Eines sollten wir nie vergessen. Nur das kritische Hinterfragen und der Mut zum Widerstand gegen Gewalt und Unrecht kann helfen, uns alle vor dem zu schützen, was Macht-Menschen vielleicht im Geheimen schon wieder gegen uns vorbereiten. Ich spreche von den Verbrechen in der "Colonia dignidat". Ausgangspunkt für das Geschehen war die Pädophilie eines Herrn Schäfer, der seinem Trieb alles andere unterordnete und zuletzt auch vor Folter und Mord nicht mehr zurückschreckte, um seine wahren Absichten zu verstecken. Man kann sich entweder - wenn sich Gelegenheit ergibt - die Dokumentation von "Arte" "Colonia Dignidad - Aus der Finsternis" ansehen oder sich bei Wikipedia ausgiebig informieren lassen. Im Vorspann zum Film erfährt man: Sektenführer Paul Schäfer öffnet die isoliert lebende deutsche Gemeinschaft Colonia Dignidad für Chilenen. Nach dem Militärputsch 1973 dient er sich den Machthabern an: Geheimpolizeichef Manuel Contreras und Diktator Augusto Pinochet gehen fortan in der Kolonie ein und aus, während die Gegner des Terrorregimes in den Kellern gefoltert und getötet werden. Hat wirklich niemand davon gewusst?

 

Ich überlasse es Ihnen, sich selbst mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen. Für mich jedenfalls war es völlig neu, was ich hier erfahren konnte. Einer der Wenigen, die ihre Augen vor dem Geschehen nicht verschlossen haben war seinerzeit der Politiker Norbert Blüm, dem man aber kaum Chancen gab, Veränderungen zu bewirken. Eine Redezeit von gerade einmal 5 Minuten bekam der mutige Mann für seine Darstellung - und das nur auf Drängen der Linken. Man erkennt übrigens an dieser kleinen Episode, wie wichtig manchmal kleine Parteien sind, damit das fragile Wesen mit dem Namen Demokratie funktionieren kann. Dieses Kapitel schließe ich nun ab. Es handelt davon, wie Menschen bewusst die Ordnung zerstören, um Macht an sich zu reißen.

 

DIE MACHT oder die Mächte - immer wieder werden wir mit dieser Thematik in Berührung kommen. Bevor wir uns den "Mächten" zuwenden, sollten wir einen Philosophen zu Wort kommen lassen. Martin Buber erzählt uns etwas über eine Beziehung, die wir etwas näher ansehen sollten, das von ihm so benannte "Ich-es".

 

DAS ICH-ES

 

Gehen wir in Gedanken noch einmal zurück in die Vergangenheit. Nach der Entdeckung von Amerika war Europa ganz vorn, aber leider in dem, was die Unterdrückung und Ausbeutung anderer Menschen betrifft. Das alles hatte Folgen, die sich bis in unsere Gegenwart hineinziehen. Von der Situation des Ausgeliefertseins sind alle die Kräfte zu verstehen, die in diesen von uns annektierten Ländern in vergangenen Zeiten zu Aufständen, Revolutionen und Gewalttaten geführt haben. Will heißen, dass wir die Schuld an diesen Kriegen tragen. Natürlich gab es auch auf dem Kontinent - und der Insel - die Aufstände der Unterdrückten. Das wissen wir aus dem Geschichtsunterricht.

 

Weise Herrscher haben hier wie dort diese archaischen Kräfte ihrer Untertanen dadurch gelenkt, dass sie nicht nur an sich gedacht, sondern auch ihre Mitbürger gut versorgt haben. Es zeugt nicht nur von Menschenfreundlichkeit, sondern auch von Klugheit, wenn man mit ärmeren Menschen teilt. Man kann festhalten, dass Menschen, die der Gier erlegen sind, bedauernswert sind. Auch wenn sie ihren Mitmenschen und vor allem unseren Kindern unsagbaren Schaden zufügen.

 

Solche Menschen sagen "Mein Clan zuerst!" Aber das ist kein Miteinander. Das ist eine Lebensform, die in Ausbeutung endet und zu Feindschaft führt. Aber leider ist so etwas immer noch Realität. Das Profit-Denken ist aus unserer modernen Wirtschaft nicht wegzudenken. Kluge Leute haben das Wort erfunden: Das Profitstreben ist systemimmanent.

 

Nun bin ich allerdings auf der Suche nach etwas ganz Anderem auf einige Sätze gestoßen, die dem eben Gesagten gewissermaßen eine philosophisch-wissenschaftliche Grundlage geben. Allerdings in einer schwer verständlichen und uns fremden Ausdrucksweise. Ich dem Buch "Ich und Du" von Martin Buber lesen wir, was sich ein paar Generationen nach Buber in negativer Weise im Neoliberalismus realisiert. Deshalb mehr und mehr realisiert, weil wir es vielleicht versäumt haben, die Geschichte selbst in die Hand zu nehmen. Die Mechanismen neokapitalistischen Wirtschaft lassen in Verbindung mit der allgegenwärtigen Korruption gefährliche Allianzen entstehen. (Zum Wohle der Agierenden, zum Nachteil für die Allgemeinheit!) Es ist aber anders, mitdenken sollten wir für unsere Mitbürger, die oft kaum die Möglichkeit haben, sich gegen Unrecht zu wehren.

 

Im Folgenden geht es um das, was sich uns einzelnen Menschen - oder auch uns als Gemeinschaft - entgegenstellt. Und da gibt es viel aufzuzählen. In nicht demokratischen Ländern spüren die Menschen oft deutlich die Macht des Staates. Das geht uns manchmal auch so. Nur ist es wohl so, dass es im Allgemeinen bei uns so ist, dass wir den Staat nicht fürchten, sondern eher als eine Macht sehen, die uns schützt, beispielsweise vor Verbrechern. Das mag anderswo vielleicht nicht so sein. Man kann getrost sagen, dass die Mächte zunächst einmal eine Funktion haben. Sie sollten für etwas nütze sein. Allerdings kommt es vor, dass ein Staatsapparat seinem Auftrag nicht nachkommt, dass Willkür oder Korruption sein Handeln bestimmen. Dann ist dieser Staat zwar nicht schlecht oder böse. Aber er ist gefallen. Er ist seiner eigentlichen Aufgabe untreu geworden. Ähnliches gilt für andere Mächte, für Betriebe, Verwaltungen, ja sogar für Familien. Im Folgenden werde ich viel über die Fehler erzählen, die von Konzernen begangen werden. Letzten Endes ist entscheidend, aus welchen Beweggründen heraus die aufgezählten Mächte handeln. Wir können festhalten, dass Konzerne nicht prinzipiell schlecht sein müssen. Ich nannte Ihnen schon einen Drogeriemarkt, in dem man umweltfreundliche oder auch fair gehandelte Produkte erwerben kann. Schließlich werden auch noch die Angestellten gut bezahlt. Mit ein wenig Interesse finden Sie heraus, um welche Firma es sich da handelt. Der Firmengründer hat übrigens ein sozialkritisches Buch verfasst, das von seinen Intentionen berichtet. Reines Profitdenken scheint bei anderen Unternehmen das einzige Interesse der Konzernleitung zu sein.

 

Das Ich-Es kann ein Industriezweig sein. Beispiel Flugverkehr und Flugzeugproduktion: Das Ich-Es ist - auch wenn Menschen dieses Ich-Es verwalten - ist eine "Sache", die keine ethischen Grenzen kennt, keine Grenzen kennen kann. Menschliche Kontrollorgane müssen darüber wachen, was das "Ich-Es" "macht". Personen müssen das Ich-Es nach den Normen des Zusammenlebens "führen". Im Klartext und auf ein aktuelles Unglück bezogen: Wie oft müssen Flugzeuge mit jedes Mal rund 150 Menschen vom Himmel fallen, bis wir Menschen begreifen: Diesem Flugzeugtyp müssen wir die Start-Erlaubnis entziehen! Zumindest bis die Ursachen der Unglücke geklärt sind. (ist ja inzwischen geschehen) Die weitere Entwicklung wird abzuwarten sein. Das Einsatzverbot wurde nun in einer Reihe von Ländern ausgesprochen: Nach dem Flugzeugabsturz am Sonntag [10.3.2019] in Äthiopien mit 157 Todesopfern müssen Dutzende Maschinen des relativ neuen Flugzeugtyps Boeing 737 Max 8 in mehreren Ländern am Boden bleiben. Im Herbst des Jahres 2019 wurde klar, dass es vielleicht ein Jahr zuvor bei einem Flugzeugunglück, bei dem alle Insassen zu Tode kamen, um einen ähnlich gelagerten Fall gehandelt haben muss.

 

Manchmal - und das ist wohl etwas, was man selten erlebt - tritt man in der Industrie von einem Projekt zurück. Und das zeugt von Verantwortung. Es wird seinen Grund haben, warum man in Europa von Seiten der Industrie erklärt hat, dass man auf das vom Staat subventionierte Projekt eines Großraumfliegers verzichten will. Nun geht es darum, ob der Konzern die Subventionen zurückzahlen muss. Lassen wir ihnen doch das Geld! Weil diese Großvorhaben von Haus aus unsinnig sind. Man hätte von vornherein erklären müssen, dass man ein solches Projekt nicht unterstützen kann. Es ist nicht gut, eine Entwicklung zu befördern, die keine Zukunft hat. Die Gefahren im Flugverkehr werden sich nie ganz beseitigen lassen. Deshalb ist der Entschluss zur Einstellung dieses Groß-Projektes durchaus zu begrüßen. Und in der Corona-Zeit haben wir gelernt, dass es auch geht, wenn wir weniger fliegen.

 

In den vorangegangenen Betrachtungen über den Menschen habe ich versucht, Martin Buber zu verstehen und zu zeigen, dass die Ich-Du-Beziehung einen Menschen zur Person werden lässt. Es gibt allerdings – so Buber – auch die Ich-Es-Beziehung, die genauso zum Menschsein gehört. Die bildet nämlich dessen Stellung in der Welt ab. Während die Ich-Du-Beziehung eine ganz persönliche Beziehung zu einem Gegenüber darstellt, betrifft die Ich-Es-Beziehung einen rein sachlichen Aspekt der Sicht auf „etwas“, auf etwas, das kein „Du“ und auch nicht das „Ich“ ist. Vielleicht etwas zu vereinfacht: Wie ich mit den Gegebenheiten umgehe: Verstehend, anerkennend, fördernd oder ausbeutend und rücksichtslos. Dabei kann es dazu kommen, dass sich diese umgebende Welt – mit mir nicht verbunden, sondern nur beobachtet - zu einem System verwandelt, das anscheinend selbständig für sich und nach eigenen Gesetzen funktioniert, wenn ich, der Mensch, nicht als Person auftrete und es unterlasse, in dieses System einzugreifen. Ich zitiere:

 

Haben wir nicht oft genug das Empfinden, dass sich die Wirtschaft nach eigenen Gesetzen bewegt? Dass wir resignieren vor dem Räderwerk, das uns in Trab hält? Ist da vielleicht der Grund zu suchen für Politikverdrossenheit, für unerwartete Wahlergebnisse, für ein Erstarken radikaler Kräfte? Es geht nicht um oberflächliche Versprechungen an die Wähler, es geht darum, ob ein Volksvertreter sich als Mensch outet oder als einer, der ein paar Stellschrauben an einem System drehen will, das längst Eigendynamik entwickelt hat.

 

Das Unrecht tritt in uns in Gestalten gegenüber, die das "Menschliche" versucht haben, abzulegen. Wer sein Menschsein dem "System" opfert, ist nicht mehr "Du", ist nicht mehr Partner. Egal, ob im totalitären autoritären Staat oder im neoliberalistischen Wirtschaftssystem. In beiden Systemen geht es um Ausbeutung. Buber spricht von der Beziehung von einem "Ich" zu einem "Es".

 

Ob die Einrichtung des Staates freier und die der Wirtschaft gerechter werden, ist wichtig, aber nicht für die Frage nach dem wirklichen Leben, die hier gefragt wird; ...Ob der Geist, der dusagende, der antwortende Geist am Leben und an der Wirklichkeit bleibt; ob das, was noch von ihm im Gemeinleben des Menschen eingesprengt ist, weiterhin dem Staat und der Wirtschaft unterworfen ist oder selbständig wirkend wird; ob das, was noch von ihm im persönlichen Leben des Menschen ausharrt, sich dem Gemeinleben wieder einverleibt: ist entscheidend.

 

In diese Beschreibung passt das Kunst-Wort "Wirtschaftsapparat" ganz gut. Dieses Wort gibt es nicht, allerdings kann man das alles auch auf manche Staaten beziehen. Und da gibt es schon ein Wort: Staatsapparat. Das ist ein Begriff, der vor allem in der DDR eine Rolle spielte. Dieses Worte machen es deutlich: Das sind künstliche Gebilde, die als Apparat oder Maschine (herz- und seelenlos) funktionieren. Wollen wir das haben?

 

Doch weiter in dem genannten Buch: Ein paar Seiten weiter heißt es dann: Dem Schicksal begegnet nur, wer die Freiheit verwirklicht. Schließlich kommt der Verfasser auf ein paar Menschen zu sprechen, die man deswegen gern hört, weil sie einfach – ich sage das jetzt mit meinen Worten – authentisch sind:

 

Wie schön und rechtmäßig klingt das so lebhafte, so nachdrückliche Ich des Sokrates ... noch vor den Richtern und in der letzten Gefängnisstunde.... Wie schön und rechtmäßig klingt das volle Ich Goethes! Es ist das Ich des reinen Umgangs mit der Natur! ...Und um vorwegnehmend aus dem Reich der unbedingten Beziehung ein Bild hierher zu stellen: wie gewaltig bis zur Überwältigung, ist das Ich-sagen Jesu, und wie rechtmäßig, bis zur Selbstverständlichkeit. Denn es ist das Ich der unbedingten Beziehung, darin der Mensch sein Du so Vater nennt, dass er selbst nur noch Sohn und nichts anderes mehr als Sohn ist.

 

Ich habe weder das Wissen noch das Recht, den großen Philosophen zu kommentieren. Ich spüre nur, dass da etwas gesagt wird, was man vielleicht im Hinterkopf haben sollte, wenn wir über das sprechen wollen, was uns in dieser unserer Welt Sorgen bereitet. Und wir denken immer wieder: Da kann man doch nichts machen, das ist eben so! Ist das wirklich so? Buber meint, dass wir durch unser Verzagen all dem, was uns Sorgen macht, nur noch mehr Raum geben.

 

Und nun: Zurück in die Vergangenheit der Bundesrepublik Deutschland, in eine Zeit, an die sich die Älteren noch erinnern. Als Herr FJ. Strauß noch aktiver Politiker war und etwas später, als Norbert Blüm sich Gedanken um unsere Renten machte. Außenpolitisch war die noch junge Republik auf seltsame Weise mit Chile verknüpft. Es geht um den in der Öffentlichkeit kaum beachteten

 

 Angriff eines deutschen Staatsbürgers auf demokratische Grundrechte

 

 

Doch warum gibt es überhaupt das Unrecht?

 

Mit einem rückwärts gerichteten Blick auf die Geschichte lässt sich manches erklären. Aber hilft das für die Gegenwart oder Zukunft. Eigentlich ist die Vergangenheit ja gar nicht so interessant - weil sie eben Vergangenheit ist. Was doch schon der Geschichtsunterricht mit den vielen Schlachten und Eroberungen irgendwie langweilig gewesen! In der gesamten Weltgeschichte ging und geht es ja letztlich immer nur um Machtpolitik. Und in heutigen Tagen scheint es nicht viel anders zu sein, wenn wir auf das Geschehen in unserer Welt blicken. Doch wenn wir versuchen, da einen Durchblick zu bekommen, dann stoßen wir immer wieder auf Tabuthemen. Es wäre äußerst ungeschickt, die Partner, die man hat, permanent vor den Kopf zu stoßen mit Rechthabenwollen und Besserwisserei. Und auch im Inland, wo natürlich auch immer wieder Fehler gemacht werden, ist es sicher nicht richtig, da noch einmal draufzuhauen, wo die Politik schlichtweg versagt hat. Wer nur meckert, der sollte erst einmal zeigen, dass er es besser macht als die anderen. Aber irgendwie gehört es doch gesagt, wenn wir wollen, dass keine Gruppen oder Völker benachteiligt werden. Wir wollen, dass Menschenrechte überall gelten. Wir wollen Religions-, Rede- und Meinungsfreiheit. Wenn wir uns in Parteienstreit einmischen, dann kommen wir bald an einen Punkt, wo wir feststellen müssen, dass oftmals beide Seiten von ihrer Sicht her irgendwie recht haben. Und dass manche Leute, die wir gerade verurteilen wollen, doch viel mehr an Wissen haben als wir, die meinen, wir können als Kritiker genügend Argumente haben. 

 

Wenn wir aber über Geschichte sprechen, dann muss das Gesagte einfach blass und farblos wirken, denn wen interessiert schon, was früher mal für ein paar Jahre richtig war. Außerdem ist es leicht, heutzutage über die Verbrechen in der Nazizeit oder der DDR zu sprechen. Man kann vielleicht einige Leute aufrütteln. Aber wer die Wahrheit nicht wissen will, dem kann man sie auch nicht vermitteln. Denken Sie an die Leugner des Holocaust. Doch soweit braucht man gar nicht zu gehen. Auch um aktuelle Themen ranken sich Märchen und Lügengeschichten. Von Verschwörungstheoretikern aller Couleur wird versucht, die seriöse Berichterstattung zu ersticken. Es gibt genügend Menschen, die sich nicht auf die Zeitungen oder Berichte unabhängiger Radio-Sender verlassen  und beispielsweise die Covid-Krankheit nicht ernst nehmen wollen. Unter diesen Menschen sind bekanntlich solche, die ein verantwortungsvolles Amt innehaben oder hatten. 

 

Auf dieser Seite hätte ich versuchen wollen, die bewussten Verbrechen von Machtmenschen anzuprangern. Aber das geht nicht so. Vielmehr will ich auf die Notwendigkeit der Bildung hinzuweisen. Jeder Mensch muss - egal, in welchem Land er lebt - so viel an Bildung mitbekommen, dass er sich eine eigene - und von wirklichem Wissen getragene - Meinung zu religiösen und politischen Geschehnissen bilden kann. Wie das in Staaten geschehen soll, in denen genau das nicht vorgesehen ist, das kann ich natürlich auch nicht sagen. Wenn alles so einfach wäre, dann gäbe es ja kein Unrecht in der Welt und man bräuchte sich über das alles keine Gedanken machen. Wieder einmal ist es so, dass ein angeschnittenes Thema mehr Fragen aufwirft als man beanworten kann.