IIG FREUND JESUS

IIG FREUND JESUS

 ...wenn du mit deinem Mund bekennst: "Jesus ist der Herr"

und in deinem Herzen glaubst: "Gott hat ihn von den Toten auferweckt",

so wirst du gerettet werden...

Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen.

Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.

 Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

 

Aus dem Römerbrief             

Unser Freund Jesus Christus ist für alle Menschen auf die Welt gekommen.

Nicht nur für uns!

Das Wirken Jesu begann mit der Taufe Jesu - Nehmen Sie sich Zeit für eine kleine Meditation

 

 DER HERR ALLER

 

Im Nachhinein können wir erkennen, dass Jesus in Seinem Leben eine Reihe von Zeichen gesetzt hat, die man seinerzeit noch nicht deuten konnte. Der Einzug auf dem Esel in die Stadt Jerusalem weist Ihn aus als König Seines Volkes. Es hat schon seinen Grund, warum Er durch diese Szene, die sich ja nicht zufällig ergeben hatte, Sein eigentliches Wesen offenbarte. Die Menschen jubelten ihm zu, ohne dass sie jemand dazu aufgefordert hatte. Sie wussten: Das ist unser König. Ein König des jüdischen Volkes aus unserem Stamm und rechtmäßiger Erbe des Davidthrons. Nur so will Er von uns Menschen empfangen und angenommen werden. Allerdings erreichten die Pharisäer, dass Er verurteilt und getötet wurde. Sie wussten nicht, dass sie dadurch Sein Königtum bestätigen würden. Und über dem Kreuz schließlich war für alle Vorübergehenden sichtbar eine Schrift angebracht: Jesus aus Nazareth, der König der Juden. 

 

Noch vor der Hinrichtung hatte Er Seine Macht in einer Weise demonstriert, die niemand Schaden zugefügt, aber gezeigt hatte, dass Er der Herr der gesamten Schöpfung ist: Gewissermaßen im Vorübergehen hat Er einen Feigenbaum verdorren lassen. Denken Sie daran, dass Er gesagt hat, dass Ihm alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist. Hätte Er diese Seine Macht deutlicher gezeigt, dann wäre Sein Tod - mit dem Er Seine Liebe zu uns durchgestanden und gewissermaßen besiegelt hat - nicht mehr möglich gewesen. Er musste sich immer auf einer Grenzlinie zwischen Offenbarung und Verbergen Seiner Macht bewegen, um Seinen Auftrag ausführen zu können. Über die Verklärung auf dem Berg Tabor durften die Jünger nicht sprechen, solange Er noch als Mensch auf der Welt war.

 

Kruzifix in der Totentanzkapelle Haselbach
Das in dunklen Farben gestaltete Kreuz entspricht der Stimmung in der Totentanzkapelle Haselbach

Wie oft fragten wir uns schon, warum hat Jesus das nicht alles sagTaufe Jesuen können, dann hätte Er nicht sterben müssen! Richtig, dann wäre Er nicht gestorben, alle Welt hätte Ihm zu Füßen gelegen, auch wir, alles wäre anders geworden. Auch heute noch würden wir uns vor Seiner Macht beugen. Wir hätten Ihn erkannt als den Mächtigen. Doch hätte Er dann keine Anhänger, die Ihn lieben, sondern Untertanen, die Ihm zitternd gehorchen. Können wir uns vorstellen, dass Er genau das nicht wollte?

 

Beim Sterben des Herrn verlor die Sonne für einen Zeitraum ihre Kraft. Diese nicht zu erklärende Natur-Erscheinung deuten wir als ein Zeichen dafür, dass man in diesem Moment Den tötete, Der die Schöpfung in Händen hält.

 

Das düstere Bild oben aus der Totentanzkapelle in Haselbach drückt genau dieses Geschehen recht schön aus.

 

Für Sein schwieriges Handeln immer an der Grenze spricht auch das Wort vom Tempel, den er niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen werde. Er selbst ist der Tempel der Juden. Ihm gehört die Anbetung und die Ehre. Das hat Er gesagt, dass dieser Tempel nach drei Tagen wieder an seinem Platz stehen wird. Im Nachhinein begreifen wir das alles. Es besteht kein Zweifel, Er ist der Gott des jüdischen Volkes, Er ist die Erfüllung der Sehnsucht des jüdischen Volkes und dessen König.


Vielleicht macht das deutlich, was wir schon vorher wussten: Der Sohn des jüdischen Volkes liebt diese Seine Brüder. Zugleich ist Er aber auch die Erfüllung aller anderen Religionen. Und das hat Konsequenzen für uns: Wir alle müssen uns in Freundschaft begegnen, wir alle sind die geliebten Kinder des Einen liebenden Gottes. Und dieser alles umfassende, alle Menschen liebende Gott will, dass wir uns als Menschenfamilie mit denen sehen, die einer ganz anderen Religion zugehören. Und auch als Freunde derer, die (noch) nichts von Ihm wissen wollen. 

 

Zeit nachzusinnen: Christus ist König (IIn6)

 

Im Übrigen ist Christus im Islam durchaus als Prophet anerkannt, als Sohn Marias, Ben Mirjam. Mit dem Begriff „Prophet“ bezeichnet man eine Person, die im Namen des Allmächtigen spricht und handelt. Insofern ist Christus durchaus in einer Seiner wichtigen Eigenschaften richtig erkannt worden: Es stimmt, Er ist Der, Der im Namen des Herrn gekommen ist. Ich setze hinzu: Und wichtige Infos für uns alle verkündet hat! Manchmal denke ich, dass die unterschiedlichen Formen der Anbetung nur irgendwie hochgespielt werden. Wohlgemerkt, ich spreche jetzt von gläubigen Menschen anderer Religionen. Dass sich hinter zur Schau gestelltem religiösem Denken oftmals etwas ganz anderes verbirgt, das ist uns allen klar. Da ist Religion nur der Vorwand zum Geschäft oder gar zum Verbrechen. Das gehört aufgedeckt und - wenn möglich - bestraft. Darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Überall gibt es solche und solche! Und die gab es schon immer.

 

Zu dem folgenden Bild von Jesus möchte ich etwas sagen. Zunächst einmal muss ich es vorstellen. Sicherlich kennen Sie ein ähnliches Bild, das etwa seit 2015 in unseren Kirchen zu finden ist. Es zeigt die gleiche Figur auf einem dunklen Hintergrund. Da kommen nämlich die beiden hier nur angedeuteten Strahlen besser zur Wirkung. Man kann vermuten, dass dies hier die ursprüngliche Darstellung des Herrn ist, so, wie die Frau, auf die ich gleich zu sprechen komme, Ihn gesehen hat.

 

Ein Bild von Jesus gemalt nach den Angaben von Sr. Faustina
Sr. Faustina hat in einer Vision Jesus gesehen. Nach ihren Angaben wurde dieses Bild gemalt.

 

Insofern hat dieses Bild natürlich schon eine besondere Bedeutung. Es ist auch ziemlich alt, im Nachlass meiner Schwiegermutter habe ich dieses Bild gefunden. Nun will ich Sie aber weiter informieren und zugleich meiner Pflicht nach Nennung der Quelle nachkommen. Dazu lasse ich Sie lesen, was auf dem Bildes alles vermerkt ist. Zunächst sei betont, dass die Veröffentlichung mit kirchlicher Druckerlaubnis erfolgt ist.

 

Sie kennen alle das Bild von Jesus, das nach den Angaben von Sr. Faustina gemalt wurde. Auf der Vorderseite steht ein Name, der wohl den Maler bezeichnet: E. Kazimierowski. Dazu eine Anmerkung: G. L. 3960. Das Bild wurde in Österreich gedruckt. In ganz großen Buchstaben die Bildunterschrift:

 

            Jesus, ich vertraue auf Dich.

 

Diese Worte sind die rechte Antwort auf das Werben des Herrn um unsere Liebe, denn Er will uns bei sich haben.
Es folgt der Text auf der Rückseite des Bildes:

 

Das Bild des barmherzigen Heilands hat seine Herkunft von einer Offenbarung, die am 22.2.1931 in Plock bei Warschau in Polen stattfand. Schwester Maria Faustine schreibt darüber folgendes:


„Am Abend, als ich in meiner Zelle war, sah ich Jesus, weiß gekleidet, eine Hand zum Segen erhoben, die andere auf der Brust ruhend. Sein vorne etwas geöffnetes Gewand ließ zwei Strahlen hervorbrechen: einen davon bleich, den anderen rot. - Schweigend betrachtete ich den Herrn. In meiner Seele empfand ich Furcht, aber gleichzeitig auch große Freude.“ Jesus sagte zu mir: „Ich wünsche mir, dass dieses Bild mit der Anrufung = Jesus, ich vertraue auf Dich = verehrt wird, zuerst in euerer Kapelle und danach auf der ganzen Welt. Ich verspreche, daß die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht zugrunde gehen wird. Ich verspreche ihr gleichzeitig den Sieg über ihre Feinde, besonders in der Todesstunde. Ich selbst werde sie verteidigen wie meine Ehre. Die zwei Strahlen, welche aus meinem Herzen hervorgehen, sind ein Sinnbild des Blutes und des Wassers, welches am Tage meines Opfers am Kreuz aus meinem Herzen floß. Der bleiche Strahl bedeutet das Wasser, das die Seele reinigt, der rote versinnbildet das Blut, das den Seelen das Leben gibt. Diese zwei Strahlen drangen aus den innersten Tiefen meiner Barmherzigkeit, als mein Herz von der Lanze geöffnet wurde. Sie bedecken die Seelen, welche mein Vater strafen will. Glücklich die Seelen, welche beschützt sein werden unter diesem Schatten, die Hand der göttlichen Gerechtigkeit wird sie nicht erreichen. Die Menschheit wird nicht eher ruhig und in Frieden sein, als bis sie sich mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet.“

 

Als nächstes zeige ich Ihnen ein paar Fotos aus dem Heiligen Land.

 

Beim Besuch der Felsenstadt Petra kamen wir Touristen durch diese Schlucht.
Eine Touristengruppe in der Steinwüste. Wie Josef und Maria?
Ruinen erzählen von den Orten, an denen sich Jesus aufhielt.
Ruinen in Kapharnaum. In diesem Ort wohnte Jesus.
In einfachen Worten hat Jesus den Menschen erzählt, was wichtig war (und noch wichtig ist).gesprochen.
Jesus hat oft in Gleichnissen über Ackerbau und Boden gesprochen.

Ich denke, dass Jesus gern an diesem See war.
In der Nähe des Sees Genezareth hat sich Jesus öfter aufgehalten.
Mehrere Kirchen markieren einzelne Orte des Kreuzwegs
Eine Kreuzwegstation auf der "Via dolorosa".

Eins meiner liebesten Bilder: Eine Moschee und eine Kirche nahe beieinander vor dem Berg Sinai.
Vor dem Berg Sinai stehen eine Moschee und eine christliche Kirche direkt beieinander

 

Seit Jahrhunderten heißt es: "Gott ist groß" - So sagen und singen die Leute in dem einen der beiden Gebäude, die als heilige Orte behütet werden. Im anderen spricht man: "Gott ist größer." Dass diese Gebetsformel von Terroristen immer wieder entweiht wird, das nehmen wir entsetzt zur Kenntnis. In Wahrheit ist das nämlich eine sehr schöne Formulierung. Und hinter diesen beiden Häusern, die dem Herrn geweiht sind, steht der Berg, den wir - Geschichte des jüdischen Volkes - hier als dritte Buchreligion - getrost als ein Symbol für den Allerbarmer ansehen können, Der alles in Händen hält und uns liebt, Der von sich selbst sagt: Ich bin da. Ich bin bei Euch!

 

Als der Prediger aus Nazareth, der sich als Menschensohn bezeichnete, mit Seinen Anhängern durch das Land zog, da regierten schon lange die Pharisäer und Schriftgelehrten. Die "legten anderen Menschen Lasten auf, banden sich Gebetsriemen um und ließen sich auf Straßen und Plätzen grüßen". Jesus sprach sie wegen ihrer Scheinheiligkeit an. Die Mächtigen wollten aber keinesfalls ihren Status verlieren. Deshalb dachten sie im Geheimen darüber nach, wie sie den Mann töten könnten, der es gewagt hatte, ihre Scheinreligiosität aufzudecken und öffentlich anzuprangern.

 

Wir erinnern uns daran, dass Christus aus Liebe zu uns das Leiden ertragen hat.
Der leidende Christus - Mein Vater hat Ihn fotografiert

 

 

 

 

In der wissenschaftlichen Arbeit des bekannten Embryologen Günter Rager wird auf ein Zitat seines Freundes Prof. Dr. Panikkar verwiesen, das ich hier noch einmal ganz deutlich hervorheben möchte, weil es der Schlüssel für ein neues Verständnis unserer Religion ist.

 

"Das Christentum ist nicht einfach eine andere Religion. Es ist die Religion und die Erfüllung aller Religionen. Christus ist nicht ausschließend, sondern all-einschließend und all-umarmend. Er kam nicht, zu zerstören [...], sondern zu erfüllen und zu erlösen."

 

 

Am ehesten glaubhaft für uns sind Aussagen über Christus, wenn sie von einem Menschen kommen, der seinen Lebensunterhalt nicht von der Kirche bezieht. Dazu wenden wir uns wiederum der fernöstlichen Kultur zu und fragen nach Gemeinsamkeiten.

 

Christus ist mehr als ein Religionsstifter.

Er ist Der, Der

die Menschen der Buchreligionen - aber nicht nur die - sondern

die Menschen aller Religionen liebevoll umschließt.

 

Als der Prediger aus Nazareth, der sich als Menschensohn bezeichnete, mit Seinen Jüngern durch das Land zog, da regierten schon lange die Pharisäer und Schriftgelehrten. Die "legten anderen Menschen Lasten auf, banden sich Gebetsriemen um und ließen sich auf Straßen und Plätzen grüßen". Jesus sprach sie wegen ihrer Scheinheiligkeit an. Die Mächtigen wollten aber keinesfalls ihren Status verlieren. Deshalb dachten sie im Geheimen darüber nach, wie sie den Mann töten könnten, der es gewagt hatte, ihre Scheinreligiosität aufzudecken und öffentlich anzuprangern. Also genau das, was wir in der Gegenwart mit Recht verurteilen, das hat es schon früher gegeben: Die  bewusste Lebenslüge mit der andere Menschen getäuscht werden sollten. Und das hat schon Jesus gehasst!. Und das hat mit wirklichem religiösem Empfinden nichts aber auch gar nichts zu tun. Echte Religiosität finden wir bei den einfachen Leuten, die brauchen sich nämlich nicht mit einem Heiligenschein schmücken.

 

Es geht bei diesem Kapitel um das Geschenk, das uns Christus macht.

Was können wir tun? Neben der Hilfe, die wir Notleidenden in einem vollen Maß zukommen lassen müssen.

Wir können Ihm entgegen gehen.

Da gibt es ein schönes Lied, das man bei uns im Advent singt.

 

"Macht hoch die Tür"

 

Am Schluss des Liedes "Macht hoch die Tür" heißt es im letzten Vers:

 

Dem Namen dein, o Herr,

sei ewig Preis und Ehr.