IIIn1 Eben über Nahtod

IIIn1 Eben über Nahtod

Um Sie ein wenig auf das Thema einzustimmen, zeige ich Ihnen auf dem folgenden Bild einen Blick aus dem Rettungshubschrauber Christoph 15 bei einem Flug über Wiesenfelden. Sehr schön erkennen Sie das Schloss mit einem angrenzenden länglichen Stallgebäude.

 

Nun, genau mit diesem Fluggerät hatte man zu einem anderen Zeitpunkt einen meiner Patienten natürlich von einem ganz anderen Ort abgeholt und in das nahegelegene Krankenhaus gebracht. Für mich war es sehr erfreulich, dass der Patient das Geschehen überlebte. Sehr interessant war für mich, was er mir später berichtete. 

 

Wir schauen vom Hubschrauber aus auf den Ort Wiesenfelden.
Hier schauen wir aus dem Rettungshubschrauber direkt auf Wiesenfelden, wo ich jahrelang als Arzt tätig war.

Nach einem Nahtoderlebnis berichten Menschen vielfach übereinstimmend, dass sie durch einen Tunnel mussten, der in das Licht führte. Nun, ich habe öfter Patienten in eine Klinik transportieren lassen. Einer, bei dessen plötzlich eintretendem Sterbevorgang ich zugegen war und mit den Umstehenden gemeinsam die Wiederbelebung eingeleitet hatte, sprach mich nach dem dann erfolgten Krankenhausaufenthalt an.  Etwa so:

 

„Sie können sich gar nicht vorstellen, was ich da gesehen habe. Ich quälte mich durch einen Gang - oder Tunnel - und dann war alles ganz anders. Hell. Licht. Aber ich kann das alles nicht beschreiben. Es war wunderschön. Ich wusste, ich musste zurück. Und dieses Zurück war sehr unangenehm. Angst vor dem Sterben habe ich keine mehr.“

 

Mit dieser Thematik werden einige Menschen nicht viel anfangen können. Es ist aber zu einfach, wenn man sagt, das glaube ich einfach nicht. Vielleicht schauen Sie doch einmal auf den kleinen Beitrag, den ich vorbereitet habe. Es ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Artikel Eben ueber Nahtod. Dieser Bericht ist im Magazin zum Wochenende (Straubinger Tagblatt 11.10.2014) erschienen. Nora Eichinger schreibt über den Verfasser des Buches „Blick in die Ewigkeit“. In seinem Beruf als Neurochirurg erzählten ihm Patienten gelegentlich von derartigen Erfahrungen. Der Arzt kommentierte das meistens so:

 

„Das seien wunderbare Geschichten gewesen, doch ...reine Fantasie. Denn das Gehirn sei eine Maschine, die das Bewusstsein hervorbringe. Da könne es auch zu derartigen Reaktionen des Gehirns kommen, zu einem letzten Aufbäumen der Neuronen.  So dachte er. Bis er selbst zum Patienten wurde... Dabei erlebte er eine Nahtoderfahrung, die er nach seiner Heilung in dem Buch „Blick in die Ewigkeit beschreiben wird... Früher hätte es mir meine Auffassung verboten, ein Wort wie spirituell in einem wissenschaftlichen Gespräch zu verwenden. Mittlerweile halte ich es für ein Wort, das wegzulassen wir uns gar nicht leisten können.“

 

Die Autorin des Artikels kommt zu dem Ergebnis:

 

Die Zahl derer wächst, die dies (nämlich die spirituelle Erfahrung) als einzig mögliche, schlüssige Erklärung sehen. Belege dafür gibt es immer mehr. Ein wichtiger Hinweis ist beispielsweise die Entdeckung, dass sich die Berichte von Nahtoderfahrungen auf der ganzen Welt stark gleichen. Eine Studie... hat ergeben, „dass das, was die  Beroffenen bei ihren Nahtoderfahrung über Gott, die Liebe, das Leben nach dem Tod, den Grund unseres Erdenleben, irdische Not, Vergebung und viele andere Begriffe erfahren, über alle Kulturen, Rassen und Religionen hinweg auffällig übereinstimmt.“


Hier denke ich vor allem an das Tunnelerlebnis, von dem beinahe regelmäßig berichtet wird.

 

Das alles erinnert daran, dass Religion universal ist und dass bei wichtigen Geschehnissen nur noch das substanziell Bedeutsame - nämlich Gott selbst und unsere Beziehung zu Ihm - reflektiert wird. Es gibt noch eine Menge an Berichten, die uns nachdenklich machen könnten, wenn wir das denn zulassen. Über all dies möchte ich nicht reden, vielleicht kennt mancher so etwas vom Hörensagen und denkt, darüber rede ich gar nicht, weil ich mich nicht lächerlich machen will.

 

Aber eines ist bekannt und das kann ich aus meiner Zeit als Arzt voll bestätigen: Einzelne Menschen bekommen während des Sterbens ein auffallend glückliches Gesicht, das ist etwas, das noch eine lange Zeit anhält, wahrscheinlich einfach deswegen, weil sich die Gesichtszüge dann wohl ab genau diesem Zeitpunkt nicht mehr verändern.