Über Missio, Misereor und ... und ein anderes sehr interessantes Hilfswerk geht es in diesem Kapitel.
Missio Muenchen - eine Organisation mit drei Zielen





Kunstwerke in der Hauskapelle von „MISSIO MÜNCHEN“ erzählen genauso wie die Mitarbeiter von der Beziehung Gottes zu den Menschen.
"Missio" möchte den Menschen genau das bringen, was auch wir für unsere eigenen Kinder wollen:
Die Aufzählung der Ziele ist eine künstliche Verkürzung der Wirklichkeit.
Der Vollständigkeit halber will ich die Ziele von Missio noch ein wenig genauer formulieren:
Nun könnte man aber wenigstens - sozusagen notfallmäßig - etwas für die jetzt lebenden Menschen tun. "Missio" engagiert sich da intensiv in der Sozialarbeit. Beispielsweise ist Berufsausbildung für Frauen ein Engagement, das sich mittelfristig auszahlt. In den oft patriarchalen Strukturen werden Frauen oft nicht nur in Abhängigkeit gehalten, sondern auch an der Ausübung von Berufen gehindert. Es wird immer wieder berichtet, dass Frauen sehr motiviert sind, wenn es darum geht, Kooperativen zu gründen oder ein einfaches Handwerk auszuüben. Getragen sind die Bestrebungen von "Missio" nicht nur von der Logik des gemeinsamen Überlebenwollens auf der Erde, sondern von Mitmenschlichkeit, wie sie uns allen von Gott aufgetragen worden ist.
Die genannten Punkte sprechen die Bedürfnisse der benachteiligten Menschen in dieser unserer Welt an: Grundvoraussetzung für menschliches Leben ist nun einmal das Versorgtsein mit Nahrungsmitteln. Aus den Medien wissen wir, dass es da sehr weit fehlt. Es gibt auch kaum Hoffnung, dass sich die Situation in der Zukunft bessern könnte. Im Gegenteil: Durch die Klimaerwärmung wird der Gegensatz Arm - Reich noch krasser werden. Das liegt vor allem daran, dass ganze Küstenstreifen in manchen Ländern durch das Steigen des Meeresspiegels unbewohnbar werden. Das aber ist ein Problem, auf das Hilfswerke wohl kaum Einfluss haben.
Über die Arbeit dieser Organisation ließe sich viel erzählen. Interessanter ist es allerdings, sich die Medien anzusehen, die von "Missio" München herausgegeben worden sind. Der folgende Link führt sie zwar ganz allgemein zu "VIDEOS" - aber bei näherer Betrachtung werden sie feststellen, dass diese Videos wohl fast ausnahmslos von "Missio" herausgegeben worden sind.
Misereor - eines der größten Hilfswerke
Misereor ist der Name eines der großen christlichen Hilfswerke, die sich die Bekämpfung der Armut zum Ziel gesetzt haben. Aufgrund seiner Größe hat Misereor auch ein gewisses politisches Gewicht.
Man findet deshalb bei dieser Organisation auch Initiativen, die sich nicht nur auf passive Hilfen erstrecken, sondern auch Aktivitäten, die sich gegen die Ungerechtigkeiten der Ausbeuter
richten. Es ist schon viel, wenn wir immer wieder in Kenntnis gesetzt werden, was von den Großkonzernen aus den Industrienationen der einheimischen Bevölkerung angetan wird. Sie können den ganzen Artikel nachlesen im Straubinger Tagblatt vom 29.5.2021. Hier gibt es nur einen kleinen Ausschnitt.
Der Freiheitskämpfer von Dodel - Keine Plantagen für Europa.
Wie ein kleines Dorf in Senegal erfolgreich Widerstand leistete
In Senegal kaufen ausländische Großunternehmen korrupten Lokalpolitikern Land ab, um darauf Monokulturen für den Export anzubauen. Viele bäuerliche Familien kennen ihre Rechte nicht und können sich gegen den Landraub nicht wehren. Einer, der vormacht, wie man als moderner Freiheitskämpfer Widerstand mobilisiert, ist Marabout Habibe... Es gibt drei Dinge, die Marabout... fürchtet: Armut, Würdelosigkeit, Unrecht. Mit einer einzigen Begebenheit wären beinahe alle drei Dinge auf einmal eingetreten: als das seit Generationen vererbte Land einem marokkanischen Unternehmen übertragen wurde. Habibe ist... in seinem Dorf Dodel die höchste islamische und politische Autorität... Obwohl er seit einem Schlaganfall kaum noch laufen kann, nimmt der immer noch aufrechte Mann den beschwerlichen Weg zu den Feldern auf sich, um dabei zu sein, wenn seine Gemeinde den Acker bearbeitet... "Wir haben nur dieses eine Land. Wir machen alles darauf: Wir leben hier, ernähren uns davon und kommen auf ihm als Gemeinschaft zusammen", erklärt er...
Als der Bürgermeister von Dodel vor einigen Jahren 12 000 Hektar Land an Großinvestoren aus Marokko überschrieb, war das eine Katastrophe für die Bevölkerung. Das marokkanische Unternehmen wollte den gesamten Landstrich in Reisfelder umwandeln und den Reis nach Italien exportieren... Das hätte dazu geführt, dass alle Menschen die Gegend hätten verlassen müssen. Deshalb formierte sich Widerstand. Irgendwie kam es dazu, dass Marabout zur Polizeistation zitiert wurde. "Das ist eine schwere Demütigung, denn die Marabouts sind große Respektpersonen, die nicht einfach auf die Wache gelanden werden wie Kriminelle. Als sich der... auf den Weg machte, begleiteten ihn Tausende von Menschen...
Und weiterhin: Der Präsident erkannte, dass das Großinvestitionsvorhaben weder rechtlich noch politisch haltbar war, zog seine Unterstützung für dieses Projekt zurück und machte so alle Entscheidungen des Bürgermeisters rückgängig. Die Geschichte klingt wie ein Märchen und ist wohl auch ein kleines Wunder, denn andernorts sind derartige Ereignisse ganz anders ausgegangen, wie auch aus dem Bericht deutlich hervorgeht.
Wassermangel ist eines der großen Probleme in vielen Ländern dieser Erde.
Ein kleines Dorf in Indien

Zu den guten Alternativen gegen Hunger und Not gehört die Tätigkeit der Hilfsorganisationen.
Hilfe zur Selbsthilfe steht immer an erster Stelle.
"Ein selbstgemachtes Wunder"
So ist ein Artikel über die Arbeit von Misereor überschrieben (Straubinger Tagblatt vom 28.2.2018).
Barhanpur - ein kleines Dorf in Indien litt schwer unter Wassermangel. Ein allgemeines Problem, das vom Klimawandel noch verschärft wird. Die Bevölkerung nahm in ihrer Not 2015 Kontakt mit Caritas Indien auf.
Nun gibt es ein spezielles Projekt, bei dem es darum geht, die arme Bevölkerung zu eigenen Maßnahmen zu motivieren. Und das hat so gut geklappt, dass das kleine Dorf nun sein eigenes Wasser hat. Jeder hat Hand mit angelegt. In den Jahren der Zusammenarbeit ist so ganz nebenbei der Gemeinschaftsgeist gewachsen.
Barhanpur ist sozusagen zum Modellfall geworden für Behebung des Wassermangels.

Wir, die Industrienationen produzieren so viel Lebensmittel, dass niemand auf der Welt Mangel haben müsste. Doch:
Alle fünf Sekunden verhungert auf dieser Erde ein Mensch.
Die Vertreter beider großen Kirchen sprechen sich deutlich gegen die ungerechte Verteilung der Güter in der Welt aus.
Tschad im Zentrum Afrikas
In einem Zeitungsbericht vom 23.11.19 wird über die Not des afrikanischen Landes berichtet. Es wird aufgezeigt, wie sich die Mitarbeiter von Misereor engagieren:
Seit elf Jahren schon kämpft die Ärztin und Schwester im Krankenhaus Notre Dame des Apotres gegen Unterernährung, Krankheit und Tod. "Im Anfang gab es nicht einmal eine ambulante Ernährungsstation, aber viele schwer unterernährte Kinder brauchen eine stationäre Behandlung",
berichtet sie. Dabei ist die Situation in wenigen Ländern so gravierend wie im Tschad: Geschätzt wird, dass allein 13,1 Prozent der Bevölkerung N'Djamenas unter aktiver Unterernährung leiden. Nach wie vor sterben über 12 Prozent der Kinder vor ihrem fünften Geburtstag - bei über der Hälfte von ihnen ist dies laut dem Kinderhilfswerk UNICEF mit Unterernährung verbunden.
Die Schilderung über die Situation der Menschen in diesem Land ließe sich unendlich fortsetzen. Ich beende an dieser Stelle die Wiedergabe des Berichtes.
Brasilien nach Olympia
Zum großen Schaden des Landes Brasilien war es, dass man die Olympischen Spiele in diesem Land ausgetragen hat. Am 27.7.2017 wurde vom Straubinger Tagblatt ein Bericht gebracht, aus dem ich hier ein paar Ausschnitte bringe: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden laut Bericht der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) mehr als 600 Menschen bei Schießereien zwischen Drogenbanden und der Polizei vor den großen Favela-Komplexen der Stadt von Querschlägern getroffen; darunter viele Unbeteiligte. Passanten, spielende Kinder, Hausbewohner inmitten ihrer vier Wände. Und die Lage spitzt sich weiter zu...
Zu den umstrittenen Ressourcen gehört vor allem Brasiliens Agrarland. Berichte aus den ländlichen Regionen von bedrohten, misshandelten und getöteten Menschenrechtskativisten und Indigenen nehmen immer weiter zu. Zuletzt berichteten Misereor-Partner aus dem nordöstlich gelegenen Bundesstaat Maranhao, dass mehr als 20 Indigene vom Volk der Gamela bei einem Konflikt um Land mit Großgrundbsitzern angeschossen oder schwer misshandelt wurden. Die Gamela hatten das ihnen angestammte Land besetzt, um es von Rinderzüchtern zurückzufordern. Fast unbemerkt hat die Regierung Temer zuletzt ein Gesetz erlassen, das Territorien der indigenen Bevölkerung von rund einer Million Hektar zum Verkauf an große Agrarkonzerne mit Sojafeldern und Viehweiden freigibt. Misereor und seine Partner befürchten weitere Repressalien; bis zu einer Million Indigene in Brasilien könnten dann akut in ihrer Existenz bedroht sein.
Südamerikas Soja-Revolution
Aus einem Bericht aus der Tageszeitung vom 18.5.17 (Straubinger Tagblatt) war vom Katholischen Hilfswerk Misereor zu erfahren, dass beim Anlegen der für den Sojaanbau notwendigen großen Plantagen in Südamerika die Besitzer von kleinen Landstücken vertrieben werden. Dieser Artikel beschreibt, wie die Arbeit des Hilfswerkes Misereor für die Kleinbauern in Paraguay von der Gier der Konzerne durchkreuzt wird. Hinzu kommt, dass mit dem tonnenweisen Einsatz von Glyphosat, das von der WHO 2015 als vermutlich krebserzeugend eingestuft wurde, riesige Erträge - und natürlich Gewinne - erzielt werden. Reiche Beute machen dabei die Chemie-Unternehmen, wobei Monsanto - inzwischen von Bayer gekauft - eine Schlüsselrolle spielt. Zwischen der Kleinstadt Puente Kyjá und San Juan erstrecken sich die Soja-Monokulturen bis zum Horizont. 40 Grad im Schatten, fast kein Baum, kein Vogel, kein Zirpen der Zikaden, nur eine einförmig grüne Wüste. Ein unangenehm stechender Geruch nach Pestiziden reizt die Schleimhäute. Ein Traktor mit einem kranähnlichen Aufsatz versprüht Glyphosat von Monsanto, der US-Firma, die bald vom Chemieriesen Bayer geschluckt werden soll [inzwischen erfolgt]. Die Pflanzungen beginnen direkt neben der Lehmpiste, kein Zentimeter darf verschenkt werden – obwohl laut Gesetzgebung eigentlich Baumbarrieren die Straßen und Siedlungen schützen sollten.
Das Gesetz wurde erlassen, als 2003 der elfjährige Silvino Talavera starb, einen Tag, nachdem er radelnd auf dem Heimweg mit Glyphosat besprüht wurde.
Ich berichtete über weitere Brennpunkte in der Welt, an denen die Mitarbeiter von Misereor aktiv tätig sind.
Misereor über "Landgrabbing"
Jetzt stellen wir nur noch die Gretchenfrage: "Wer steckt denn hinter diesen Organisationen, die Menschen von ihren Feldern verjagen und Regenwälder roden?" Ich nehme die Antwort vorweg: Wir sind es, die Reichen, die wir mit unseren Geldern spekulieren. Und wir machen tatsächlich Gewinne auf Kosten der einfachen Leute. Natürlich verlangen Sie für eine solche Behauptung Beweise. Die sollen Sie haben. Ich warne Sie aber im Voraus: Es wird langweilig werden, denn Sie werden immer wieder auf das gleiche Ausbeutungsschema stoßen. Bei all dem, was ich hier als Information anbiete. Es gibt Erklärungen für den Hunger der Anderen. Ich will von den Problemen sprechen, mit denen sich das Hilfswerk Misereor in Tansania auseinandersetzen muss. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Artikel, der am 29.7.2015 im Straubinger Tagblatt erschienen ist:
"Viele Firmen geben sich einen grünen Anstrich, um den Verdacht des "Landgrabbings", also der langfristigen Pacht oder des Ankaufs großer Agrarflächen auf Kosten der Bewohner vor Ort, zu umgehen. Aber allzu oft klaffen Anspruch und Wirklichkeit, so wie in Lutukira, auseinander. Das ist laut Misereor auch bei der mit Unterstützung von führenden Wirtschaftsnationen, darunter Deutschland, 2010 ins Leben gerufene Initiative "Southern Agricultural Growth Corridor of Tanzania" (SAGCOT) der Fall." SAGCOT wehrt sich gegen die Vorwürfe und deutet auf seine Ziele, die durchaus gut klingen. Doch die Praxis sieht anders aus und "der Soziologe und Mitautor der Studie, Benedict Mongula von der Universität Daressalam, befürchtet, dass sich die Konflikte um Landnutzung weiter zuspitzen. "Wenn Hirten und Leinbauern um die wenigen Ackerflächen kämpfen, die von den Investoren übriggelassen wurden, werden wir ein Problem bekommen.""
Misereor fordert dazu auf, die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht den Unternehmensinteressen zu opfern. Das ist eine sehr zurückhaltende Formulierung gegen die Gier der Konzerne. Natürlich versucht Misereor, gegen die Macht der Konzerne anzugehen. Das ist ein Gesamtprogramm, wozu auch gehört, dass wir in Europa über diese Problematik Informationen erhalten. Sonst wüssten wir nichts von alledem.
Susanne Kaiser berichtet im Straubinger Tagblatt vom 27.3.2021 über "indigene Gemeinschaften im Regenwald", sie erzählt, wie diese Menschen den Regenwald durch ihr Verhalten schützen. Auf mehreren Etagen wuchern Pflanzen, die auf, in und mit anderen Pflanzen in Symbiose leben. Alles scheint hier miteinander verwachsen. Auf jeder Etage wimmelt es, vom dichten Gesträuch auf dem Boden, über das Gestrüpp in der Mitte, bis hinauf in die Baumkronen wohnen unzählige seltene Tierarten. [...] Ob Dona Antonia beschneidet oder veredelt, eine oder viele Pflanzensorten sät, nach dem Roden abbrennt oder Baumstämme, Äste und Blätter liegenlässt, all das sind Entscheidungen, die das empfindliche Ökosystem des Regenwaldes nachhaltig beeinflussen - und aus dem Gleichgewicht bringen können. Der Wald aber bildet die Lebensgrundlage für indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften, er ist existenziell.
Seit Dona Antonia und ihr Mann Leoncio sich in Workshops und Versammlungen ihrer Gemeinde engagieren, kommt die Familie ohne Brandrodung aus. "Ich säe heute eine Vielfalt von Pflanzen: Reis, Mais, Yucca, Bananen, Feigenbananen, Bohnen, Canavalia-Hülsenfrüchte. Ich hätte nie geglaubt, dass das alles keimt. Doch die Mitarbeiter der Caritas haben uns die neuesten Techniken gezeigt, wie man die Qualität der Ernte verbessert, indem man Landwirtschaft im Einklang mit dem Wald betreibt und dabei die Umwelt schützt."
Dass sich auch zu Bäumen, Insekten, Bächen oder Steinen Beziehungen aufbauen lassen und man sie so sacht und behutsam behandeln kann, als gehörten sie zur Familie. Deshalb schätzt man bei der kirchlichen Organisation die Weltanschauung der Regenwaldbevölkerung, denn sie gibt neue Impulse für die westliche Lebensweise, die an ihre Grenzen gekommen ist. So lernen die Workshop-Leiter selbst ständig dazu.
In krassem Gegensatz zu dieser Lebensweise der Indigenen steht das Verhalten der Konzerne und dabei wird der indigene Anspruch auf Bodenrechte schnell zur Auslegungssache. Großunternehmen holzen die Bäume in großem Stil ab, um Monokulturen von genmanipulierter Soja anzubauen oder riesige Rinderzuchten zu betreiben.
Von Misereor und den Problemen, mit denen sich das Hilfswerk konfrontiert sieht, könnte ich stundenlang berichten. Es ist allerdings nicht meine Aufgaben, all die wichtigen Berichte hier irgendwie abzuschreiben. Intessierte finden genügend Material, wenn das gewünscht ist. Man muss wohl nur Interesse aufbringen. Ich finde in meiner Tageszeitung regelmäßig Berichte, die zum Nachdenken über das Geschehen in der Welt anregen.
In einem Bericht vom 24.4.2021 wird darüber berichtet, dass es auch in den ärmeren Ländern sehr problematisch ist, nachhaltig zu produzieren (und zu verkaufen). Das liegt auch daran, dass die Kundschaft in den Industrieländern darauf getrimmt ist, stets das Billigste einzukaufen. Nachhaltig erzeugte Lebensmittel sind naturgemäß etwas teurer, weil im Preis auch Kosten eingerechnet werden, die zwar vorhanden sind, aber oft nicht vom Erzeuger sondern von anderen getragen werden. Es geht um "die ökologischen und sozialen Kosten, die mit einem Produkt einhergehen, wie zum Beispiel Wasserverschmutzung oder der Einsatz von Kinderarbeit". Bei Billigprodukten spart der Kunde oft zu Lasten der Umwelt oder der ärmeren Menschen in anderen Ländern. Deshalb will Misereor das Bewusstsein wecken, das uns helfen könnte, beim Einkauf von Waren nicht nur auf den Ladenpreis zu schauen.
Denn "nachhaltige Bauweise schützt vor Katastrophen". So konnte man es am 30.10.2021 in einem Artikel im Straubinger Tagblatt lesen. "Misereor begleitet in Haiti seit vielen Jahrzehnten im Rahmen von nachhaltigen Entwicklungsprojekten Partnerorganisationen, mit denen auch in Krisenzeiten zusammengearbeitet wird. Der Förderschwerpunkt des Werks für Entwicklungszusammenarbeit liegt dabei in der nachhaltigen Landwirtschaft zur Ernährungssicherung und zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen... Bereits seit dem Erdbeben 2010 hat Misereor gemeinsam mit den haitischen Partnerorganisationen den erdbeben- und wirbelsturmsicheren Wiederaufbau mit lokalen Materialien gefördert.
Misereor fördert nachhaltige Bauweise
Indiohilfe Equador - eines der kleinsten Hilfswerke
Bei dem Begriff "Hilfsorganisation" denken wir an die großen Hilfswerke beider Kirchen, die schließlich Großartiges leisten. Ich erinnere mich noch gut an den Slogan "Brot statt Böller". Mit diesem Schlagwort hat eine Organisation gehofft, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits wurde - wie auch immer noch - Geld benötigt, um den Ärmsten in der Welt zu helfen. Andererseits war ja schon früher bekannt, was es mit der Sylvesterknallerei auf sich hat: Verletzungsgefahren, Feinstaubbelastung, Brandgefahren, Schaden für die Tiere.
Mit dem Geld für die Feuerwerkskörper, die man nicht kauft, könnte man Gutes für andere tun. Leider hat sich seinerzeit kaum jemand für dieses Anliegen interessiert. Es wurde weiter Feuerwerk in den Wind geschossen, bis schließlich einigen Behörden klar wurde, dass man auch mit ungefährlichen Laserschauen Sylvesterstimmung zaubern kann. Vor allem wegen der Umweltbelastung und der Brandgefahr gibt es nun inzwischen in vielen Städten Feuerwerks-Verbote.
Von den bekannten Hilfswerken will ich hier nicht weiter berichten. Ich will Ihnen zeigen, dass man auch als Einzelner sehr kreativ sein kann.
"Die Indiohilfe ist auf Initiative der Brüdern Max und Werner Gallmeier im August 1981 entstanden. Sie ist eine private, unabhängige Organisation, die sich im Gebot der Liebe Jesu Christi orientiert."
Es geht also auch im Kleinen.
Indiohilfe Equador
ein "Zwei-Personen-Hilfswerk",
das seinesgleichen sucht. Denn
Verwaltungskosten kennt man hier nicht.
Ein Interview mit Pfarrer Gallmeier
habe ich aufgezeichnet. Sie finden es hier.
https://soundcloud.com/user-192309177/indiohilfe-equador
Beim Bild rechts blickt man auf die kleine Ortschaft Stallwang mit der Pfarrkirche, deren Hausherr
Pfarrer Gallmeier ist.