VI 48ma DIE MÄCHTE
Eigentlich wollte ich nur erzählen, was sich aus wirtschaftlichen Aktionen alles ergeben kann. Doch die Frage nach dem Sinn derartiger "Geldanlagen", die keinen materiellen Gewinn erbringen, ist damit nicht gelöst. Und deshalb ist eine ethische Beurteilung durch Außenstehende fast nicht möglich. Was allerdings bemerkenswert ist: Egal, ob das nun gut oder schlecht für die Allgemeinheit ist: Eine ungeheure Macht steckt dahinter. Und das ist etwas, das uns aufmerksam und hellhörig machen sollte. Aus verschiedenen Gründen: Zum Einen kann sich die Intention einer derartigen Einrichtung ja von einem Tag auf den anderen ändern. Zum Anderen vollziehen sich Besitzerwechsel bei größeren Einrichtungen oft unbemerkt von der Öffentlichkeit.
Es gibt bekanntlich in den Industrieländern zahlreiche Labors, die sich damit befassen, Impfstoffe für die Bevölkerung herzustellen. Das ist natürlich gut und sehr wichtig. Impfungen sind der größte Erfolg der Medizin überhaupt. Ohne Schutzimpfungen würde unsere Zivilisation zusammenbrechen. Aber das ist ein anderes Thema. Ich frage Sie: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass man relativ einfach solche Einrichtungen so umfunktionieren kann, dass diese "Fabriken" nicht gesundmachende Impfstoffe, sondern todbringende biologische Kampfstoffe produzieren? Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung geht es dann letztlich nur noch um die Frage: Wer bestimmt, was in diesem Labor gemacht wird: Der ursprüngliche Eigentümer oder etwa ein Feind, der sich eine solche Fabrik mit Gewalt angeeignet hat?
In der IT-Branche ist das nicht anders. Wir finden es ja ganz angenehm, wenn uns die neuesten Computer angeboten werden. Man könnte aber auch darüber nachdenken, was dann passiert, wenn feindliche Mächte von einem Tag auf den anderen die Macht über die IT-Branche übernehmen und plötlich ganze Länder versklaven, so wie uns das ja aus manchen autoritär geführten Staaten auf unserem Planeten durchaus bekannt ist. Eine Region, in der viele Aufgaben dezentralisiert betrieben werden, ist da vor feindlichen Übernahmen wesentlich besser geschützt als ein Land (oder gar ein Kontinent), das nur über zentrale Kommandostrukturen verfügt.
Dieses Schreiben war im Februar 2022 aktuell. Heute gibt es diesen Aufruf nicht mehr. Aber: Besteht nicht auch heute noch die Notwendigkeit, sich gewaltlos gegenüber Unrecht zu wehren?
Damals war es eine Aufforderung: Unterschreiben Sie doch bitte auch diese Petition!
die Dating-App Tinder berechnet manchen Kund*innen unfairerweise mehr – und nutzt für die Preisgestaltung ihre personenbezogenen Daten. Gemeinsam mit Consumers International, einer internationalen Verbraucherschutzorganisation, haben wir Tinders algorithmisches Modell für die Preisgestaltung untersucht und schockierende Beweise gefunden: Tinder nutzt sensible persönliche Daten, um Nutzer*innen der App bis zu fünfmal mehr zu berechnen – für denselben Service. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Nutzer*innen über 30 für ein zwölfmonatiges Tinder-Plus-Abonnement ganze 65,3% mehr zahlen müssen als Nutzer*innen im Alter zwischen 18–29 Jahren. Selbst wenn Sie Tinder oder andere Dating-Apps nicht verwenden, müssen wir Tinder zur Rechenschaft ziehen, um deutlich zu machen, dass wir es nicht hinnehmen werden, wenn personenbezogene Daten dazu verwendet werden, von einigen Nutzer*innen Wucherpreise zu verlangen. Tinder missbraucht auch das Vertrauen seiner Benutzer*innen, indem es ihre sensiblen Daten auf eine Weise verwendet, in die sie bei ihrem Versuch, Liebe zu finden, nicht eingewilligt haben. Gemeinsam können wir Tinder dazu bringen, das Richtige zu tun und seinen Preisalgorithmus transparent zu machen.
Wir fordern: Es ist an der Zeit für echte Transparenz in Tinders Preisgestaltungsalgorithmen!
Wir hatten einen Verdacht, dass etwas nicht ganz ordnungsgemäß war – Studien einer australischen Verbraucherschutzorganisation hatten ebenfalls unfaire Preisgestaltungen gefunden. Wenn Tinder an Fairness gelegen ist, muss es Forscher*innen, Verbraucherschützer*innen und politischen Entscheidungsträger*innen transparent Einblicke in die Preisalgorithmen geben. Und uns erklären, wie diese Algorithmen funktionieren, warum einige Menschen so viel mehr bezahlen müssen – und wie das Unternehmen diesen Missstand beheben möchte. Wollen Sie heute unsere Kampagne unterstützen?
Wir fordern: Es ist an der Zeit für echte Transparenz in Tinders Preisgestaltungsalgorithmen!
Christian, im Namen des Mozilla-Teams
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Der lange Rede kurzer Sinn: Ich möchte mich von der Abhängigkeit der IT-Riesen befreien und unabhängig werden. Aber das ich leichter gesagt als getan. Es gibt Betriebssysteme, die von freien Menschen geschaffen werden. Die Systeme sind "quelloffen", das bedeutet, dass jeder, der etwas von IT versteht, diese Systeme nicht nur benutzen sondern auch - sichtbar für andere - abändern kann. Alles ohne Entgelt. Solche "nichtkommerziellen" System sind ausgereift und werden auch gern verwendet. Allerdings muss man umdenken, weil manches anders strukturiert ist. Und der Umstieg wird einem nicht leicht gemacht. Mit einem solchen Betriebssystem habe ich mich angefreundet. Doch das geht nicht für alle Programme. Und da bleibt mancher doch lieber beim Althergebrachten. Im Übrigen gibt es auch Programme für den "Hausgebrauch", die von nichtkommerziellen" Organisationen bereitgestellt werden. Ich denke da beispielsweise an Mozilla.
Mozilla hat durch seine Verbreitung ziemlichen Einfluss auf die weltweite "PC-Gemeinde". Und die Philosophie von Mozilla beruht auf dem Wunsch nach "freiem Internet". Weil nun aber gerade im Internet sich sehr viele "Meinungsmacher" herumtreiben und Stimmung gegen andere machen, ist man bei Mozilla bemüht, denen einen Riegel vorzuschieben, die es mit der Wahrheit oder mit dem Datenschutz nicht so genau nehmen. Beispielsweise hat man kürzlich eine ganze Sammlung von Gegenständen gezeigt, die darauf abzielen, die Nutzer auszuhorchen. Im Absatz IVh6 können Sie sich zu dieser Thematik Informationen holen. Auf IVc1 finden Sie einen Artikel, der sich mit unschönen Verhaltensweisen von tiktok befasst und zum gemeinsamen Widerstand dagegen aufruft. Als nächstes lasse ich Sie wissen, dass Mozilla schon genau schaut, wenn man bei Recherchen im Internet auf Ungereimtheiten stößt, die darauf hindeuten, dass "Abstauber" am Werk sein könnten. Hier der Original-Artikel von Mozilla.
Machtkonzentrationen sind grundsätzlich gefährlich
Das sollten wir aus der Geschichte eigentlich gelernt haben
Das beginnt ja alles ziemlich unauffällig. Da gibt es einen Souverän, der seine Untertanen - die Bürger vergangener Zeiten nannte man mit Recht so, weil das ihrem Status entsprach - menschenfreundlich regierte. Dem Zufall entsprechend war der Nachfolger aus ganz anderem Holz geschnitzt. Der regierte mit eiserner Hand und schaute nicht auf das Wohl der ihm anvertrauten Menschen. Vielleicht gibt es da Parallelen zu den heutigen Mächten. Die müssen gar nicht einmal einer Regierung angehören. Deren Macht folgt nämlich oft genug aus ihrer "Wirtschaftsleistung". Warum spielen denn die sogenannten DAX-Konzerne eine so bedeutende Rolle?
Doch warum sind Regierungen nicht in der Lage von Konzernen ausreichend Steuern einzutreiben? Weil die Großverdiener wissen, dass sie in einem anderen Land mit niedrigeren Steuersätzen mit offenen Armen aufgenommen werden, wenn sie sich zu einem Wechsel entschließen. Die einzelnen Länder können es sich gar nicht leisten, die Steuern zu verlangen, die dem Staat eigentlich zugestehen. Wie heißt es doch so schön: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen." Das gilt heutzutage vielleicht mehr allgemein, aber was das Steuerrecht betrifft, da sitzt Staat gegenüber den Wirtschaftsriesen am kürzeren Hebel. Weil man auf das Wenige, was an Steuern anfällt, angewiesen ist. Denken Sie doch einmal, wie es gefeiert wurde, dass man sich nach langem Ringen vor vielleicht einem Jahr darauf geeinigt hatte, einen Steuersatz für Konzerne festlegte, von dem durchschnittlich verdienende Mittelstandsbetriebe in Deutschland nur träumen können.
Ähnlich ist es ja wohl mit der Steuer auf Flugbenzin. Würde die einseitig von einem Land eingeführt werden, dann tanken die Flugzeuge halt in anderen Ländern, wo es noch keine Besteuerung von Flugbenzin gibt. So einfach ist es für die Reichen, sich selbst eine Steuererleichterung zu verordnen. Das kennt man schließlich auch vom Zigaretten-Schmuggel. Ab und zu schlägt der Zoll zu, weil Schieberbanden lastwagenweise Zigaretten aus anderen Ländern "einführen". Ewig schon will man eine klitzkleine "Finanztransaktionssteuer" einführen, denn bei Finanz-Transaktionen wird ganz viel Geld gewinnbringend hin- und hergeschoben. Doch niemand traut sich heran an die finanzstarken Unternehmen, weil die natürlich ihre Geschäfte dort abwickeln würden, wo sich der Staat nicht regulierend in ihre Geschäfte einmischt. Schließlich sind die Finanzmächte so reich, dass ihr Reichtum das Vermögen kleinerer Staaten weit übersteigt.
Die globale Schuldenkrise
Vielleicht ist es an dieser Stelle wichtig, auf die Situation in den ärmeren Ländern zu verweisen. Ich werde deshalb einige Absätze aus dem Schuldenreport 2022 bringen. Zu lesen war der Artikel im Straubinger Tagblatt vom 29.1.2022. Vorgestellt von erlassjahr.de und Misereor.
Nicht zuletzt wegen der Pandemie hat sich die globale Schuldenkrise weiter verschärft. 135 von 148 untersuchten Staaten sind kritisch verschuldet. Das zeigt der Schuldenreport 2022 von erlassjahr.de und Misereor, der in dieser Woche veröffentlicht wurde. Dreimal so viele Länder wie vor der Corona-Pandemie sind in einer besonders kritischen Situation. "Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich die gefährliche Dynamik aus steigender Verschuldung und schlechter werdender Schuldentragfähigkeit drastisch verstärkt hat", erkärt Kristina Rehbein, politische Kordinatorin von erlassjahr.de. So zeigt der Report, dass 39 Staaten besonders akut von Überschuldung bedroht oder betroffen sind.
Besonders betroffen sind Länder aus der Region Lateinamerika und Karibik. Denn ähnlich wie auch in Asien und Ozeanien haben sich die Schuldenkrisen in Lateinamerika und der Karibik erst im Zusammenhang mit der Pandemie massiv verschlechtert.
Auch geht aus dem Bericht hervor, dass die tatsächliche Entwicklung der Schuldenindikatoren schlechter ausgefallen ist, als die Prognosen aus dem Vorjahr es vermuten ließen. Besonders dramatisch haben sich die Schuldenindikatoren unter anderem in Bolivien, Namibia, Madagaskar, den Malediven und Tadschikistan entwickelt.
In Bolivien beispielsweise lag der Wirtschaftseinbruch mit neun Prozent dreimal so hoch wie erwartet. Zurückzuführen ist dies auch darauf, dass der Bergbausektor praktisch vollständig zum Erliegen kam. Um den Einbruch zu kompensieren, musste die bolivianische Regierung zusätzliche Kredite aufnehmen.
Andere Länder, darunter Surinam und Belize, sind unter dem Druck der Pandemie zahlungsunfähig geworden, sie konnten also ihre bereits bestehenden Schulden nicht weiter abzahlen oder mussten ebenfalls neue Kredite aufnehmen...
Dieser Ausschnitt aus dem Report mag genügen, um die Probleme aufzuzeigen, unter denen die Menschen in einfachen Ländern leiden.
Zusammendfassend lässt sich ganz deutlich sagen, dass auf der einen Seite die Großkonzerne stehen, insbesondere diejenigen, welche im Computer-Zeitalter zu Macht und Reichtum gekommen sind, während demgegenüber eine große Anzahl von Menschen in aussichtsloser Lage um das Überleben kämpft. Das ist eine untragbare Situation und ich appelliere an diejenigen, die etwas verändern könnten, dies doch bitte zu tun. Natürlich können die sich auch zurücklehnen und warten, bis die demokratischen Kräfte sich dazu aufraffen, für Gerechtigkeit zu sorgen. Aber wollen die wenigen Menschen, die das Ruder in der Hand haben, tatsächlich warten, bis man ihnen die Machmittel aus der Hand nimmt? Bis vieles von dem, was wir als Errungenschaften ansehen, den Bach heruntergeht? Es ginge auch anders. Im Miteinander. Das Vorbild für Barmherzigkeit hat ja vorgelebt, wie man miteinander umgehen sollte. Wenn man genau hinsieht, dann muss man erkennen, dass der Weg zum Miteinander intelligenter ist als das Festhalten an Macht und Mammon.
Immer wieder stehen sie uns gegenüber, als Partner oder aber als Gegner: Die Maechte. Wichtig ist hier nur, dass wir uns über die Zusammenhänge Klarheit verschaffen. Bei einigen wenigen aber reichen Mitmenschen geht es meist um Macht (und Geld). Es gehört aber zu den Rechten und Pflichten eines jeden Bürgers dieses Planeten, sich, soweit das möglich ist, darüber zu informieren, welchen Staaten und welchen Wirtschaftsunternehmen man vertrauen kann. In unserem Land gibt es hierfür genügend Informationsquellen. Wenn ein Staat diese Informationen seinen Bürgern nicht ermöglicht, bedeutet dies natürlich, dass ein "Regime" den Menschen ein Grundrecht verweigert. Wir erkennen, dass allein eine derartige Maßnahme schon den Schluss zulässt, dass die Regierenden etwas zu verheimlichen haben. Es geht hier um ganz wesentliche Einschränkungen menschlicher Grundrechte. Es geht um Bevormundung.
Es gilt aber auch: Als Bürger in einem freien Land sollte man ganz genau wissen, welche fremden "Mächte" als profit- und machtorientiert zu bewerten sind. Das ist insofern wichtig, als es gut ist, mit guten Mächten Geschäfte zu machen, das Land zu bereisen, Kontakte zu knüpfen usw. Andererseits könnte es problematisch werden, mit Mächten, die sich nicht an rechtsstaatliche Grundsätze halten, Geschäfte abzuwickeln. Der nominelle Gewinn, der erzielt wird, könnte zu Lasten ausgebeuteter Menschen gehen.
Schließlich geht es um die Frage, ob es gerechtfertigt ist, ungerechten Gewalten gegenüber Gewalt anzuwenden. Revolutionen, Aufstände, Betriebsbesetzungen und Kriege sind die bekannten Methoden, um gegen Gewalt vorzugehen. Beispiele dafür gibt es genug. Nun gibt es da noch eine andere Sichtweise, die allerdings von der Mehrheit der Menschen nicht akzeptiert, sondern eher verlacht wird. Diese Sichtweise heißt: Nur mit Gewaltlosigkeit soll man der Gewalt begegnen. Das ist die Sicht Gottes, Der auf alle Gewalt mit Gewaltfreiheit reagiert. Ich zitiere jetzt aus dem Buch von Walter Wink (Verlag Pustet) "Verwandlung der Mächte". Herr Wink hat sich eingehend mit der genannten Problematik befasst. Er ist der Auffassung - der ich mich voll anschließen möchte - dass Gewaltlosigkeit die einzig sinnvolle Möglichkeit ist, Gewalt als solche zu bekämpfen (ganz bewusst habe ich dieses Wort "bekämpfen" gewählt). Nur so kann man die Gewalt entlarven, bloßstellen und den Teufelskreis der um sich greifenden Gewalt durchbrechen. Auf Seite 84 des genannten Buches heißt es:
Im Gegensatz dazu (also zur Gewalttätigkeit) enthält sich der von Jesus offenbarte Gott aller Formen der Vergeltung. Gott billigt keine heiligen oder gerechten Kriege. Gott heißt keine Religion der Gewalt gut. Nur indem er selbst durch Gewalt hinausgetrieben wurde, konnte Gott der Menschheit signalisieren, dass das Göttliche grundlegend gewaltfrei ist und sich gegen die Herrschaft der Gewalt stellt.
Jetzt müsste noch herausgearbeitet werden, welchen Stellenwert die göttliche Forderung an uns einnimmt, wenn wir uns auf die Auseinandersetzung mit "Mächten" beziehen. Egal, ob es sich da um Wirtschaftsunternehmen oder um Staaten handelt. Bei uns ist es ja im Allgemeinen so, dass wir ganz gern auch mit den nicht so guten Mächten paktieren, solange wir dabei einen Vorteil erkennen (man kauft da, wo es am billigsten ist). Wenn wir allerdings merken, dass wir mehr und mehr in die Fänge einer derartigen Macht geraten, können wir versuchen, der Problematik zu entkommen. Und eh man sich versieht, ist man schon auf dem "Gewalt-Trip". Die Profitgier hat uns dann in eine Zwangslage gebracht, aus der es kaum Auswege gibt. Das wäre eine der Situationen, die in Vergangenheit und Gegenwart immer wieder zu Kriegen oder zu Bürgeraufständen geführt haben. Herr Winke sagt nun, dass es gute und böse Mächte gibt, genau wie das mit uns Menschen ist. Die bösen Menschen (Herr Wink spricht von gefallenen Menschen) sollten zu besseren Menschen werden. Das ist der Weg, den Jesus mit der Forderung nach "Umkehr" vorgibt. Gleiches gilt natürlich auch für die Mächte, die notwendig - und vom Grundsatz her gut sind - aber manchmal zu den "gefallenen" Mächten gehören. Und zur Umkehr aufgefordert werden müssen. Wir könnten beispielsweise einem "Überwachungsstaat" gegenüber deutlich machen, dass wir zwar gern Handel treiben würden aber dies nur dann tun werden, wenn eine Annäherung zum Rechtsstaat erkennbar wird. Da können auch wir kleinen Leute durch unsere Produktwahl unmissverständliche Botschaften senden. Das wäre ein Beispiel für eine gewaltfreie Aktion gegen Gewalt. Eine Aktion, die den Menschen, die unter Knechtschaft und Bevormundung leiden, sehr viel helfen würde. Im Fair-Trade-Geschäft ist es beispielsweise so, dass Kleinbauern und Kleinunternehmer direkt als unsere Partner auftreten. Da brauchen wir gar nicht erst zu schauen, ob sie in einem Rechtsstaat leben oder nicht. Da unterstützen wir tatsächlich die notleidenden Menschen.
Das oben Gesagte über das Durchsetzen des Rechts für alle klingt sehr theoretisch. In Wahrheit geht es aber um mehr. Es geht ums Überleben. Das werde ich anhand eines Interviews später noch herausarbeiten. Doch zuvor möchte ich ein paar Worte zum Umgang mit Menschen (oder Mächten) sagen. Über den guten Umgang mit "gefallenen Mächten" gibt es Beispiele. Redliche Menschen, die übertriebene Äußerungen vermeiden, erklären klar und deutlich, dass Herr Trump als Präsident der Vereinigten Staaten eine ernste Gefahr für die Welt darstellt. Deutlich wurde das insbesondere, als er die Menschen dazu anstachelte, das Kapitol zu stürmen. Es ist im Prinzip niemand da, der Trump auf seine Fehler aufmerksam macht. Und wenn es doch geschieht, dann muss man damit rechnen, dass der gegenwärtige Präsident die Kritik nicht ernst nimmt. Beim Fernsehduell gelang es allerdings, den Amtsinhaber dazu zu zwingen, sich an die allgemein üblichen Höflichkeitsformen zu halten. Zwar wohl nicht für immer, aber zumindest für dieses zweite und letzte Fernsehduell Biden gegen Trump am Donnerstag, dem 22.10.2020 (20 Uhr Ortszeit). Kristen Welker moderierte die Sendung so professionell, dass Herr Trump sich direkt "staatsmännisch" verhielt und sich nicht wieder in der Tonart vergriff wie in der vorangegangenen Sendung. Über den weiteren Verlauf des Geschehens mit schlimmen Geschehnissen vor dem Kapitol und dem zweiten Versuch eines Impeachments, also einer Amtsenthebung, will ich hier nicht sprechen. Nur eins: Der Wahlkampf von Herrn Trump wurde von ihm selbst sozusagen im Nachgang in der Zeit nach seiner Wahlniederlage gleich neu begonnen. Sie erinnern sich, dass er mit Beharrlichkeit darauf bestand, dass er der eigentliche Wahlsieger wäre. Man hätte ihm die Wahl gestohlen, erklärte er immer wieder. Seine Behauptungen konnte er allerdings niemals beweisen. Aber man konnte Herrn Trump nicht seines Amtes entheben und man muss befürchten, dass er bei der nächsten Wahl wieder antreten wird. Leider wird es wohl auch so sein, dass Herr Trump in der Zukunft noch einiges an negativen Überraschungen bieten wird. Das liegt an seinem narzisstischen Weltbild. Es ist anscheinend sehr schwierig, in einem Land, das in seinen Anfängen einmal der Zeit weit voraus war, die Demokratie zu verteidigen.
Gott sei Dank ist die Wahl letzten Endes zugunsten von Joe Biden ausgegangen, der gewissermaßen das Gegenteil des Narzissten Trump repäsentiert und sehr authentisch ist.
Nun will ich das Thema mit ein paar Schlagworten auflockern und dabei gleichzeitig ins Gesichtsfeld rücken, was Sache ist. Lassen Sie mich aus dem Blatt "Brennstoff" Nr. 57 GEA-Verlag Schrems zitieren, was der Herausgeber, Herr Staudinger, auf den Punkt gebracht hat:
Tatsache ist,
dass die Menschheit den einzigen Planeten, den sie hat, durch ihre profitorientierte Produktionsweise zerstört und dieser in naher Zukunft unbewohnbar sein wird.
Tatsache ist,
dass unter den Machteliten, Geheimdiensten und Militärs weltweit keinerlei Zweifel hieran bestehen und diese sich bereits darauf vorbereiten, ihr Überleben gegen das der 99 Prozent zu verteidigen.
Tatsache ist,
dass der Kampf um die wenigen Tickets auf der neuen Arche längst begonnen hat...
Recht hat er, der Herr Staudinger, es ist ja wirklich schlimm, was alles in der Welt geschieht. Als eine Konsequenz notwendigen Handelns führt der Verfasser eine Aussage des Pulitzer-Preisträger Chris Hedges an: "Den Planeten zu retten heißt die herrschenden Eliten zu stürzen."
Doch was heißt das "die herrschenden Eliten zu stürzen". Etwa eine Revolution, ein Krieg, der nur andere Leute an die Macht bringt? Der von mir genannte Walter Wink würde sagen, die "gefallenen Mächte" müssen genau wie Menschen wieder auf einen "guten" Weg gebracht werden. Doch das ist in diesem Fall genauso wenig möglich, wie es für Jesus während Seines Erdendaseins möglich war, die römischen Besatzer aus Seiner Heimat zu vertreiben. Ob mit oder ohne Krieg, wie damals haben wir wahrscheinlich keine Chance. Was bleibt uns da? Wenn ich sage, man müsse diese Sorgen dem Herrn des Himmels und der Erde vortragen, werden Sie je nach Ihrer Einstellung entweder nur lächeln oder vielleicht auch ein wenig zustimmen. Aber Sie werden sagen, das allein ist zu wenig. Das finde ich auch.
Wahrscheinlich ist das Beten allein nicht genug. Gott will nämlich unser Mittun! Wir erinnern uns daran, dass wir - egal ob mit oder ohne den Blick auf Gott - immer irgendwie selbst Beiträge leisten müssen, wenn wir etwas erreichen wollen. In diesem Fall hieße das vielleicht: Auf dieses oder jenes Schnäppchen verzichten, nichts einkaufen, wenn man weiß, dass das Produkt unter Ausbeutung hergestellt worden ist. Das Glyphosat aus dem eigenen Garten verbannen. Nicht alle Wege mit dem Auto erledigen. Vielleicht beim Neukauf auch auf das größere und komfortablere Kraftfahrzeug verzichten - selbst wenn man es sich finanziell leisten könnte - und ein umweltfreundlicheres wählen. Und da gibt es noch viel mehr, was man beachten könnte. Aber das kostet Mühe. Versuchen Sie doch mal, ein Produkt des Alltags zu kaufen, das kein Palmöl enthält. Überhaupt den Versuch zu machen, auf manches zu verzichten, auch auf Plastik-Verpackungen. Nicht alles im Internet kaufen, was es auch im Einzelhandel gibt. Und die Mächte, von denen man weiß, dass sie ihre Angestellten rücksichtslos ausbeuten, links liegen lassen, auch wenn deren Angebote noch so verlockend sind. Und die sind sehr verlockend. Versuchen Sie doch mal, ein fair gehandeltes Handy zu erwerben! Das gibt es schon, aber es ist nicht billig, denn sie zahlen den Menschen, die dieses Handy herstellen, faire Löhne! Verklickern Sie das mal Ihren Kindern, die unbedingt ein neues brauchen! Es ist auch ganz gut, sich zu fragen, mit welcher Bank man seine Geschäfte abwickelt. Ist das eine Bank der kleinen Leute? Oder eine Bank mit einem wohlklingenden Namen, die den Reichen hilft, noch reicher zu werden? Es wird nicht einfach sein, die Bank zu wechseln. Vor allem dann, wenn Sie, wie viele von uns, Verbindlichkeiten eingegangen sind. Trotzdem bleibt die Frage, ob mit derartigen Aktionen die Welt zu retten ist.
Sie werden sagen, dass das alles doch nichts bringt. Ich entgegne: Es bringt eben deswegen nichts, weil jeder von uns sagt, dass es nichts bringt und sich deshalb auch nicht engagiert. Doch die wirkliche Umkehr findet nur im Alltag statt. Alle anderen Überlegungen klingen zwar gut, sind aber auch eine sehr gute Ausrede, nicht sofort mit dem anzufangen, was Sinn macht. Das ist vielleicht auch das, was Jesus meint, wenn Er uns auffordert: "Kehrt um, fangt ein neues Leben an. Sofort. Auf der Stelle. Dann verliert das Böse seine Kraft." Die Sprache von damals war eine andere. Ich wiederhole die Worte Jesu noch einmal in der "Bibelsprache": "Tut Buße, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." Und nun noch einmal im Klartext: Sich nach bestem Wissen bemühen, die stets immer gleichen Ausbeutungsmechanismen zu erkennen und den Verlockungen dieser Zeit widerstehen, das wäre ein guter Weg, um wirkliche Gemeinschaft unter den Menschen - eben das Reich Gottes - Realität werden zu lassen. Es liegt an uns.
Eine neue Sicht auf unsere "brave new world"
Vielleicht zunächst einmal ein Beispiel für die Vorstellungen, die von Protagonisten als Zukunftsmusik angepriesen werden. Am 31.8.2020 konnte man in der Tagespresse lesen:
Tech-Milliardär Elon Musk macht Fortschritte bei seinem Plan, das menschliche Gehirn mit Computern zu verbinden... Zur Implantation in das Gehirn entwickelte Neurolink einen Roboter. Die Maschine verbindet die feinen Leitungen des Mini-Computers mit dem menschlichen Gewebe... Diese Information lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen.
Etwa im Jahr 2020 ist etwas sehr deutlich geworden, was bis dato eigentlich nur geahnt war: Es ist sehr deutlich von einigen kritischen Zeitgenossen dargestellt worden, was es mit den "Mächten" auf sich hat. Da ist nämlich etwas passiert, das man sich so bei der Wende in das 21. Jahrhundert noch nicht hat vorstellen können. Doch diese Entwicklung, von der ich gleich sprechen werde, befindet sich momentan erst noch in der Anfangsphase und es erscheint dringend erforderlich, ihr Einhalt zu gebieten. Ähnlich wie bei der Klimakrise könnte irgendwann ein Zeitpunkt erreicht worden, wo es kein Zurück mehr gibt. Aber auch ähnlich wie beim Klima ist jeder Einzelne gefordert, mit seinen Kräften gegenzusteuern. Die Autoren Nemitz und Pfeffer haben in ihrem Buch "Prinzip Mensch" sehr ausführlich herausgearbeitet, dass die Machtkonzentrationen bei den Internet-Riesen liegen und bei den Staaten, die diese Technik ohne Rücksicht auf den Menschen nutzen. Macht ist immer da, wo das Geld ist, das kann man leicht nachvollziehen. Geld und Macht haben Konzerne. Vor allem wissen Sie dieses Kapital zur weiteren Machtgewinnung erfolgreich zu nutzen.
Bevor ich auf die Einzelheiten eingehe, möchte ich darauf hinweisen, dass die Gefahr der Entmündigung sich dann noch vergrößert, wenn autoritäre Systeme sich der Informationstechnik bedienen, um die "Bürger" dieses Staates zu Marionetten zu machen. Diese Technologie in der Hand von Diktaturen, die diese zu einer umfassenden Kontrolle und Manipulation der Bevölkerung nutzen, kann den Aufbau von oder die Rückkehr zu einer Demokratie unmöglich machen. Denn Diktatoren hätten damit die denkbar mächtigste Propaganda- und Überwachungsmaschine in ihren Händen. Zu keiner Zeit der Menschheitsgeschichte hat es derart gute Bedingungen für eine totale Diktatur gegeben wie heute (S. 259 des genannten Buches). Allerdings gehört auch an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass Mächte nicht prinzipiell schlecht sein müssen. Beispielsweise muss die Verwaltung eines Landes - egal, wie die funktioniert - von der Macht eines Staats ausgehen. Das bedeutet, dass die Macht eine notwendige Voraussetzung für das Funktionieren ist. Der Unterschied liegt in der Handhabung. Es gibt eben totalitäre Staaten und auch Demokratien. In der Wirtschaft ist das ähnlich. Bei näherem Hinsehen wird man eine Menge von Unternehmen finden, bei denen der Mensch im Vordergrund aller Überlegungen steht. Und nun ist neuerdings auch noch die Technik als solche dazugekommen. Eine "neue Macht" mit ganz neuen Möglichkeiten. Schlecht wird diese Macht erst in den Händen der Menschen, die solche Macht missbrauchen. Der Widerstand gegen ausbeuterische und menschenfeindliche Mächte jeglicher Art muss darin bestehen, dass die "gefallenen" Mächte zu "guten Mächten" gewandelt werden, wie es Herr Wink in seinem Buch "Verwandlung der Mächte" ausführlich erklärt hat.
Fragen wir aber zuerst einmal, wie es in unserer Demokratie aussieht. Die Informationstechnik - die in den Händen fünf großer Konzerne liegt - macht uns allen das Leben sehr bequem. Diese Bequemlichkeit ist nicht der Kundenfreundlichkeit oder dem Konkurrenzdruck geschuldet. Nein, diese für uns so angenehme Situation ist etwas, das uns zu "braven" Anhängern der Technik machen soll. "Alexa, mach das Radio an." Es ist ja fast wie im Märchen, wenn ich mich um solche Dinge wie "Wecker stellen" oder "Musik aussuchen" nicht mehr kümmern muss, sondern nur aussprechen brauche, was ich gerade will. Wir sollen lernen, dass es Unbehagen bringen würde, wenn wir all diesen Quatsch nicht mehr hätten. Stellen Sie sich doch einmal vor, Ihr PC wäre Ihnen nicht mehr dienlich - Eine Katastrophe! Frühere Entwicklungen, wie etwa die Dampfmaschine, Strom oder der Elektromotoren, waren nie Technologien, die mit dem Anspruch entwickelt wurden, unmittelbar auf das Denken und Fühlen der Menschen einzuwirken... Aber die neuen Technologien des Internets und die KI greifen viel tiefer und unmittelbarer in die Lebensführung des Individuums, seine Kommunikation, seine Gedanken und Gefühle ein. Und damit erfassen und beherrschen sie zugleich auch die Öffentlichkeit und die Demokratie.
Das ist genau der Anspruch, den GAFAM jetzt an alle ihre Entwicklung stellen: Ob bei den werbegetriebenen Geschäftsmodellen von Google [ich füge hinzu: Amazon] und Facebook, beim I-Phone von Apple oder bei den Programmen von Microsoft: Es geht überall darum, menschliche Gewöhnung und Abhängigkeit zu schaffen, ein Gefühl der angenehmen Zufriedenheit und Bequemlichkeit, wenn die Geräte oder Dienste genutzt werden,... (S.50)
Schließlich soll noch darauf hingewiesen werden, dass die Herrn aus Kalifornien und anderswo eine Ideologie schaffen, die teilweise Züge von Sekten trägt: Schließlich sehen wir die im Silicon Valley vorherrschende Ideologie der totalen technischen Machbarkeit und Überlegenheit von Maschinen über Menschen als Quelle der Macht von GAFAM an. Wir müssen uns mit der Ideologie des Internets und der Computer als angebliche Freiheitsbringer auseinandersetzen. Die Behauptung, individuelle Freiheit könne durch Technologie garantiert und gesellschaftliche Probleme könnten durch Technologie allein gelöst werden - diese Behauptung totaler technischer Machbarkeit gilt es zu entlarven. (Seite 88)
Den Aussagen braucht nichts hinzugefügt werden. Die Autoren haben intensiv recherchiert - Die Mahnung an uns ist ausgesprochen. Unser Handeln ist gefragt.
Im Übrigen gibt es eine ganze Reihe von Initiativen, die sich gegen das Übergewicht der Großen zu stemmen versuchen. Das Betriebssystem Linux - beispielsweise Ubuntu - gehört dazu. Das ist allerdings nicht so einfach, weil die Bequemlichkeit, die uns von den oben genannten Konzernen serviert wird, einfach fast nicht zu übertreffen ist. Vielleicht ein Beispiel. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch heute noch so exakt stimmt. Man kann das ja alles nicht immer wieder kontrollieren. Also, nehmen wir an, Sie fühlen sich bereit, endlich statt eines der weltweit bekannten Programme eine freie Software als Systemprogramm zu installieren. Dann brauchen Sie natürlich idealerweise einen zweiten PC, der natürlich auch etwas kostet. Üblicherweise ist da schon vorinstalliert, was sich die Gemeinschaft der GAFAM ausgedacht hat. Wenn Sie sich also ein neues Gerät gekauft haben, dann sind Sie schon im Besitz des Top-Programms. Nun stehen Sie vor der Frage, ob Sie das automatisch mitgekaufte Programm des Marktführers herunterlöschen müssen. Es sagt Ihnen natürlich kein Mensch, dass Sie die kostenlose Software, die Sie im Internet herunterladen können, ganz gut als Alternative installieren können. Die "höflichen" Alternativen wie Ubuntu oder Linux Mint fragen nämlich meistens vor der Installation, ob das neue System das alte Betriebssystem überschreiben soll oder ob es neben dem vorherigen Programm als Alternative installiert werden soll, so dass wahlweise eines der beiden Systeme genutzt werden kann. Wenn Sie aber zuerst die freie Software aufgespielt und dann trotzdem noch Windows dazu haben wollen, dann geht das nicht, weil Windows das vorherige Betriebssystem einfach überschreibt. Sie erkennen schon, dass man bei Microsoft einfach davon ausgeht, dass es keine Alternativen gibt. Ein kleiner Hinweis:
Diese Annahme des Marktführers oder der beiden Marktführer - Alleinherrscher in der PC-Welt zu sein - ist insofern auch tatsächlich berechtigt, denn es ist so, dass es ganz bestimmte hoch qualifizierte Programme nur für PCs oder Mac-Computer gibt. Die Digitalkonzerne wissen schon ganz genau, was sie wollen. Das ist so eine Eigenschaft der IT-Systeme, dass es ab einem bestimmten Grad der Akzeptanz automatisch dazu führt, dass die Entwicklung neuer Programme eben genau auf diesen erfolgreich vermarkteten Betriebssystemen aufbaut. Ist ja auch einleuchtend. Für diesen Vorteil, den Marktführer genießen, kann man den Konzernen nicht einmal einen Vorwurf machen. Gehen Sie nun davon aus, dass sie bestimmte Programme - die nur auf der Windows-Oberfläche laufen - unbedingt benötigen, dann stellen Sie sich selbstverständlich die Frage, warum Sie sich nun mit den etwas unterschiedlichen Bedienweisen und den ungewohnten Oberflächen herumschlagen sollen, wenn es am Ende doch darauf hinausläuft, dass Sie vom Marktführer nicht wegkommen. Nun, Sie verstehen diese Bemerkungen nicht als Wertung, sondern einfach als eine Beschreibung der Situation, in der wir uns alle befinden. Ich will das nicht noch weiter ausführen, weil diese Details eigentlich langweilig sind. Nur eine Überlegung am Schluss, bevor wir die stattgehabte Entwicklung verurteilen. Die Großen in der IT-Branche sind Mächte, ähnlich wie Regierungen. Die sind teilweise gut, teilweise aber auch zumindest befremdlich. Das ist eine sehr vorsichtige Formulierung. Aber es geht schließlich nicht um eine Bekämpfung dieser Gewalten, sondern um einen Umgang, der Probleme anspricht und diesen Gewalten die Möglichkeit eröffnet, sich zu wandeln. Auch das kann hier nicht weiter erörtert werden. Andererseits ist es für die Existenz unserer Welt von ganz großer Bedeutung, ob wir zu Sklaven der Konzerne oder zu Partnern werden. Denn - führen wir diese Überlegungen fort - irgendwann kommen wir an einen Punkt, wo uns vielleicht die künstliche Intelligenz "in den Griff" bekommen könnte. Wie oben dargestellt ist es ja auch jetzt schon so, dass wir den Marktführern, die oben genannt wurden, kaum mehr auskommen. Was soll dann aus uns werden, wenn - wie bereits andernorts realisiert - die I-Technologie von herrschenden Systemen zur systematischen Unterdrückung genutzt wird? Dann ist die Diktatur perfekt. Die Herren von den Geheimdiensten aller Coleur warten schon.